Rund-um-die-Uhr-Flugrettung: Suben wird zum 24-Stunden-Notarzthubschrauber-Stützpunkt
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Flugrettung in Oberösterreich: Standort Suben wird 24-Stunden-Notarzthubschrauber-Stützpunkt

Der Standort Suben der ÖAMTC-Flugrettung wird ab 25. September 2026 rund um die Uhr betrieben. Damit soll künftig das gesamte Landesgebiet von Oberösterreich durch die Flugrettung abgedeckt werden.

Die Umstellung auf den 24-Stunden-Betrieb wurde am Mittwoch von Landeshauptmann Thomas Stelzer, seiner für Gesundheit zuständigen Stellvertreterin Christine Haberlander (beide ÖVP) und dem ÖAMTC angekündigt. Stelzer und Haberlander bezeichneten die Maßnahme als „Meilenstein“ und erklärten, Hilfe dürfe „keine Frage des Wohnortes“ sein.

Politischer Fahrplan und Kosten

Christine Haberlander will am 1. Juni einen entsprechenden Antrag in die Landesregierung einbringen. Die finale Beschlussfassung darüber ist für den 9. Juli im Landtag vorgesehen. Für das Land Oberösterreich entstehen im Zusammenhang mit dem 24-Stunden-Betrieb in Suben jährliche Kosten von 2,25 Millionen Euro.

Abdeckung des Landes und bisherige Versorgung

Mit dem durchgehenden Betrieb in Suben sollen auch jene Gebiete im Osten und Norden Oberösterreichs erfasst werden, die bisher außerhalb des 30-Minuten-Flugradius der bestehenden 24/7-Stützpunkte lagen. Ein großer Teil des Bundeslandes wurde bisher bereits von den drei bestehenden 24/7-Notarzthubschrauber-Stützpunkten mitversorgt.

Die Hubschrauber des Christophorus Flugrettungsvereins absolvierten im Jahr 2025 in Oberösterreich insgesamt 2.654 Rettungsflüge, die alle tagsüber durchgeführt wurden. Davon entfielen 1.523 Einsätze auf den Standort Suben.

Einbindung in bestehendes Flugrettungsnetz

Der Flugrettungsstützpunkt Suben wird in Kooperation mit Bayern betrieben und soll als vierter 24/7-Notarzthubschrauber-Stützpunkt der ÖAMTC-Flugrettung fungieren. Bereits im Rund-um-die-Uhr-Betrieb sind die Stützpunkte in Krems in Niederösterreich sowie in Niederöblarn und St. Michael in der Steiermark.

Von diesen drei 24/7-Stützpunkten wurden im Jahr 2024 insgesamt 776 Nachteinsätze geflogen. Es wird erwartet, dass der Rettungshubschrauber in Suben künftig knapp 250 Mal pro Jahr nachts abheben wird.

Weitere Rettungsinfrastruktur in Oberösterreich

Neben den Flugrettungsstützpunkten Hörsching und Suben verfügt Oberösterreich über 18 bodengebundene Notarztstützpunkte. Der Flugrettungsstützpunkt Hörsching wird weiterhin nur tagsüber betrieben.

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