Salzburg intensiviert mit erweitertem Netzwerk die Überwachung exotischer Stechmückenarten
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Salzburg weitet Gelsen-Monitoring zur Überwachung exotischer Stechmücken aus

Im Bundesland Salzburg wird im Jahr 2026 das bestehende Gelsen-Monitoring weiter ausgebaut. Ziel ist es, die Ausbreitung exotischer und potenziell krankheitsübertragender Stechmückenarten systematisch zu überwachen.

Die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) führt das Gelsen-Monitoring seit 2011 mit Unterstützung des Landes Salzburg durch. Im aktuellen Jahr stehen der AGES in Salzburg elf Standorte für das Stechmückenmonitoring zur Verfügung.

Erweitertes Netzwerk mit Schulen und Stadtgärtnerei

Im Jahr 2026 unterstützen Landwirtschaftsschulen, die Stadtgärtnerei Salzburg und ein Friedhof das Aufspüren gebietsfremder Mücken und möglicher Krankheitserreger. An den elf Standorten werden Grundlagenmaterialien für Analysen zur Verbreitung der Tigermücke und des West-Nil-Virus gesammelt.

Die Partner vor Ort übernehmen das Aufstellen der Fallen, die laufende Betreuung sowie die Weiterleitung der Proben an die AGES. Landesanitätsdirektorin Dr. Petra Gruber-Juhasz betont den Wert der gelieferten Daten für die Einschätzung der Verbreitung gebietsfremder Gelsen und von Krankheitserregern.

Die Stadtgärtnerei Salzburg ist ein langjähriger Partner des Landes Salzburg und der AGES beim Stechmückenmonitoring. Sie wurde 2026 mit einer neuen Lebendfalle für das Pathogen-Monitoring der heimischen Gelsen ausgestattet. Mitarbeitende der Stadtgärtnerei wurden für die Nutzung der neuen Falle eingeschult, die unter anderem der Untersuchung auf das West-Nil-Virus dient.

Zwei Monitoring-Programme mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Die AGES organisiert in Österreich zwei Programme zum Stechmückenmonitoring: das Ovitrap-Monitoring und das Pathogen-Monitoring. Beim Ovitrap-Monitoring werden Eigelegefallen zum Nachweis gebietsfremder Mücken eingesetzt. Das Pathogen-Monitoring nutzt Lebendfallen, um heimische Gelsen auf West-Nil-, Usutu-, Sindbis-, Tyhyna- und Batai-Virus zu analysieren.

Im Bundesland Salzburg sind 2026 folgende Standorte am Ovitrap-Monitoring beteiligt: Konradinum Eugendorf (Flachgau), BH Tamsweg (Lungau), Straßenmeisterei Hallein (Tennengau), Stadtgärten Salzburg, Friedhof St. Johann (Pongau) sowie ein Standort in der Stadt Salzburg (privat). Am Pathogen-Monitoring nehmen HBLA Ursprung, LFS Kleßheim (Flachgau), LFS Bruck, LFS Winklhof, die Stadtgärten Salzburg und die HAK Zell am See (Pinzgau) teil.

Technik der Lebendfallen und Ergebnisse aus 2025

Die Lebendfallen des Pathogen-Monitorings werden von Mai bis Oktober zwei Mal pro Monat aufgestellt. In den Fallen werden Kohlendioxid aus Atemluft sowie ein Lockstoff eingesetzt, der Hautgeruch nachahmt, um Gelsen anzulocken. Die Insekten werden von einem kleinen Ventilator in ein Fangnetz eingesaugt.

Die von der Stadtgärtnerei Salzburg gefangenen Gelsen werden verpackt nach Wien geschickt und dort analysiert. Im Jahr 2025 fand das Pathogen-Monitoring der AGES an rund 70 Standorten in ganz Österreich statt. Von Mai bis Oktober wurden dabei zwei Mal pro Monat Lebendfallen aufgestellt, die gefangenen Stechmücken wurden auf das Vorhandensein von West-Nil-Virus untersucht. 2025 wurden weder West-Nil-Virus noch andere Erreger nachgewiesen.

Empfohlene Maßnahmen zur Reduktion von Brutstätten

Im Zusammenhang mit der Etablierung gebietsfremder Gelsenarten werden Klimawandel, Güterverkehr und stehendes Wasser in Behältern wie Untersetzern bei Blumentöpfen und Regentonnen als begünstigende Faktoren genannt. Gelsen können ihre Brut bereits in sehr kleinen Wasserstellen ablegen.

Landessanitätsdirektorin Dr. Petra Gruber-Juhasz empfiehlt, Behälter mit Wasser regelmäßig auszuleeren und zu reinigen, um Gelsenbrut zu verhindern. Als einfache Maßnahmen gelten, Behälter im Freien, in denen sich Wasser sammeln kann, regelmäßig zu entleeren oder unter Dach aufzubewahren. Zudem wird empfohlen, Planschbecken und Blumenuntersetzer mindestens einmal pro Woche auszuleeren und austrocknen zu lassen, Regentonnen dicht abzudecken und verstopfte Dachrinnen freizumachen.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.