Radurlaub gewinnt im Salzburger Tourismus weiter an Bedeutung
Im Land Salzburg spielt der Sommertourismus eine zentrale Rolle: Die Hälfte der Übernachtungen entfällt auf die warme Jahreszeit. Die wirtschaftliche Wertschöpfung ist im Winter dennoch höher als im Sommer.
Touristiker verweisen aktuell besonders auf Radurlaub als wichtiges Segment. Radurlauber werden dabei als Gruppe beschrieben, die bereit ist, deutlich mehr Geld auszugeben als Wanderer.
Hohe Ausgaben von Radurlaubern
Radtouristen im Land Salzburg sind nach Angaben aus der Branche ausgabenfreudig. Laut Leo Bauernberger, Geschäftsführer der Salzburger Land Tourismus GmbH, geben Radurlauber pro Tag 200 Euro und mehr aus. Bereits vor knapp 20 Jahren ging die Tourismusgesellschaft des Landes Salzburg davon aus, dass Radfahrer ausgabenfreudig sind.
Bauernberger erklärte in einem ORF-Interview im Juni 2007, Radurlauber würden über 100 Euro pro Tag ausgeben. Diese Tagesausgaben seien damals fast so hoch gewesen wie jene eines Wintertouristen. Er sagte zudem, Radfahrer liebten ihr Rad, wie man auch einen guten Ski liebt.
Ausgebautes Radwegenetz und Spezialangebote
Das Radwegenetz im Land Salzburg umfasste Anfang der 2000er Jahre 6.000 Kilometer. Inzwischen wird es mit 7.000 Kilometern angegeben. Parallel dazu wurden Spezialangebote wie Bikeparks für Radfahrerinnen und Radfahrer massiv ausgebaut.
Zu diesen Angeboten zählt unter anderem das Mountainbiken in Leogang im Pinzgau. Dort werden im Bikepark Frauen gezielt als Zielgruppe angesprochen. Laut Marco Pointner, Geschäftsführer der Saalfelden-Leogang-Touristik GmbH, sind 20 bis 25 Prozent der Gäste im Bikepark Frauen.
Rad als wichtiges Urlaubsargument
Laut aktuellen Angaben nutzt jeder dritte Salzburg-Urlauber mindestens einmal während seines Aufenthalts ein Fahrrad. Elf Prozent der Gäste kommen nach Darstellung von Bauernberger ausschließlich wegen des Radfahrens nach Salzburg.
Als Impuls für die Entwicklung werden insbesondere technische Trends genannt. Bauernberger zufolge hat das E-Bike eine neue Dynamik gebracht. Das Gravel-Bike bezeichnet er als großen Trend.
Verkehrskonzept und veränderte Gästestruktur
Im Bundesland Salzburg soll der Salzburger Flughafen stärker in ein Gesamtverkehrskonzept integriert werden. Tourismusreferent Stefan Schnöll (ÖVP) erklärte, der Flughafen solle eine Drehscheibe für die Mobilität in Salzburg sein. Gäste sollen demnach nach der Ankunft am Flughafen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in ihre Urlaubsdestination weiterreisen.
Im Flugverkehr ist der Krieg im Iran spürbar. Gäste aus Asien und dem arabischen Raum bleiben derzeit in Salzburg aus. Der heimische Tourismus verzeichnet nach aktuellen Angaben Zuwächse bei europäischen Gästen. Die ausbleibenden Fernreisenden sollen mit Besuchern aus Österreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern kompensiert werden.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








