Stadt Salzburg importiert mehr als die Hälfte ihres Energiebedarfs
In der Stadt Salzburg wird mehr als die Hälfte der benötigten Energie aus dem Ausland bezogen. Darauf weist eine am Mittwoch präsentierte Energiebilanz hin.
Der Energieverbrauch in der Stadt gilt demnach als stabil, gleichzeitig bleibt die Abhängigkeit von ausländischen Energiequellen hoch. Zentrale Anlagen wie das Heizkraftwerk Mitte werden weiterhin mit Erdgas betrieben.
Die Energiekosten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl (KPÖ Plus) gab an, die Stadt habe vor vier bis fünf Jahren rund sechs Millionen Euro pro Jahr für Energie bezahlt, inzwischen seien es etwa zehn Millionen Euro jährlich. Die Mehrkosten von rund vier Millionen Euro entsprächen laut Dankl in etwa den Ausgaben für den Bau eines kleinen Kindergartens oder einer Krabbelgruppe.
Zum Anstieg des Energieverbrauchs in der Verwaltung trägt auch die Übernahme des Krematoriums auf dem Areal des Kommunalfriedhofs bei. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass jeder neue Betrieb und jedes zusätzliche Seniorenwohnheim die Energiekosten erhöht. Der Anteil der Stadtverwaltung am gesamten Energieverbrauch liegt bei gut zwei Prozent.
In der Stadt Salzburg werden jährlich mehr als 500 Millionen Euro für Energie ausgegeben. Der Anteil erneuerbarer Energie ist in den vergangenen Jahren gestiegen, es wird jedoch weiterhin Potenzial nach oben gesehen. Insgesamt bleibt die Abhängigkeit von ausländischer Energie groß.
Investitionen in Sanierung und Photovoltaik
Die Stadt Salzburg plant verstärkte Investitionen in die Sanierung von Gebäuden und in Photovoltaik. Vizebürgermeister Dankl verweist in diesem Zusammenhang auf zahlreiche städtische Dächer, auf denen noch keine Photovoltaikanlagen installiert sind. Für den kommenden Winter werden konkrete Einsparmaßnahmen in Büros und Amtsgebäuden geprüft.
Zu den laufenden Projekten zählt die Sanierung städtischer Wohnungen in der Bessarabierstraße in Liefering. Auch bei kleineren Objekten sind Änderungen vorgesehen: Das stadteigene Gebäude Fischkrieg soll künftig ohne Gas betrieben werden. Dort wurde bisher unter anderem die Küche mit Gas versorgt. Künftig sollen die Elektroanschlüsse und die Leistungsfähigkeit des Stroms verbessert werden, vorgesehen sind Investitionen von rund 30.000 Euro.
Ziel Klimaneutralität bis 2040
Die Stadt Salzburg hat sich das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Planungsstadträtin Anna Schiester (Grüne Bürgerliste) nennt Verkehr und Wohnen als die zwei zentralen Bereiche auf dem Weg zu diesem Ziel. Sie bezeichnet Sanierung und Verkehrswende als die größten Hebel für die Erreichung der Klimaziele der Stadt.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








