Salzkammergut Festwochen Gmunden 2026 im Zeichen von Bachmann und Bernhard
Das Sommerprogramm der Salzkammergut Festwochen Gmunden 2026 rückt die Literatur von Ingeborg Bachmann und Thomas Bernhard in den Mittelpunkt. Das Festival wird als Ganzjahresformat geführt und bespielt rund 40 Locations in und um Gmunden.
Zu den Hauptspielstätten zählen das frisch renovierte Gmundner Stadttheater und der Toscanapark, in dem mehrere große Open-Air-Konzerte geplant sind. Das Jahresbudget des Festivals liegt 2026 bei rund zwei Millionen Euro.
Literarischer Schwerpunkt und Theaterproduktionen
Die Eröffnung der Festwochen findet am 2. Juli unter dem Titel „Kommen härtere Tage?“ im Gmundner Stadttheater statt. Der Titel bezieht sich auf ein abgewandeltes Zitat aus Ingeborg Bachmanns Gedicht „Die gestundete Zeit“. Zur Eröffnung lesen dort unter anderem Mavie Hörbiger und Markus Meyer.
Im Programm ist eine Lesung von Bachmanns „Das dreißigste Jahr“ mit Petra Morzé und Tilman Tuppy vorgesehen. Michael Maertens beschäftigt sich mit Thomas Bernhards Text „Ein Wildermuth“.
Als Koproduktion mit dem Linzer Landestheater wird Thomas Bernhards Stück „Elisabeth II“ gezeigt. Regie führt der Schauspielchef des Linzer Landestheaters, David Bösch. In der Inszenierung wirkt unter anderem Sven-Eric Bechtolf mit. Die Premiere ist für den 4. Juli im Stadttheater Gmunden angesetzt, im Herbst soll die Produktion in gleicher Besetzung im Linzer Landestheater zu sehen sein.
Schülerinnen und Schüler erarbeiten gemeinsam mit Burgschauspieler Markus Meyer eine Lesung von Bernhards autobiografischem Text „Ein Kind“, die von den Schülerinnen und Schülern selbst präsentiert werden soll. Zum Programm gehört zudem eine Lesung von Loriots „Szenen einer Ehe“, gelesen von Senta Berger und Friedrich von Thun.
Open-Air-Reihe im Toscanapark
Im Toscanapark startet der Open-Air-Reigen mit dem Bruckner Orchester Linz, das im Jahr des Programms sein 60-jähriges Jubiläum begeht. Am 9. Juli spielt das Orchester dort das Musical-Konzert „Ein Teelöffel Feenstaub. Disney’s Magic Songs“. Am 11. Juli ist eine Voraufführung der Jubiläumsgala geplant, am 12. Juli folgt die Jubiläumsgala des Bruckner Orchesters Linz unter Chefdirigent Markus Poschner.
Von 30. Juli bis 2. August sind im Toscanapark tägliche Freiluftkonzerte vorgesehen. Zu dieser Reihe gehören ein Auftritt von Philip Hochmair mit dem Programm „Hochmair, wo bist du?“, ein Musik-Kabarett-Abend mit Thomas Stipsits samt Band unter dem Titel „Austropop lebt!“, ein Konzert von Parov Stelar sowie unter dem Titel „HERstage“ ein Abend mit Anna Buchegger, lovehead und Ankathie Koi.
Parov Stelar auch als bildender Künstler präsent
Parov Stelar ist im Rahmen der Festwochen nicht nur musikalisch vertreten. In Gmunden zeigt er zusätzlich Arbeiten als bildender Künstler. Im Kammerhof Museum ist vom 19. Juni bis 16. August seine Ausstellung „Leave The Future Behind“ zu sehen.
Neues Musikformat „Liedfest“ und Jahresziel 2026
Neuer künstlerischer Leiter im Bereich Musik der Salzkammergut Festwochen Gmunden ist 2026 Rafael Fingerlos. Er führt mit dem „Liedfest“ ein neues Format ein, das Musikerinnen und Musiker sowie Publikum näher zusammenbringen soll. Fingerlos beschreibt das Lied als Verbindung von Musik und Text auf höchstem Niveau.
Am „Liedfest“ nehmen unter anderem Ernst Molden und Conchita teil, zudem wirken Orchester in kleinen Formationen mit. Im Rahmen des Formats „Stars der Zukunft – vom Traunsee auf die Weltbühnen“ ist der Pianist Roman Fediurko zu Gast.
Für das Jahr 2026 ist eine Zielgröße von 500.000 Zuschauerinnen und Zuschauern angegeben. Diese Zahl stammt von der kaufmännischen Geschäftsführerin Johanna Mitterbauer. Das Festival verfügt 2026 laut Angaben über ein ähnliches Jahresbudget wie im Vorjahr.








