Sanierungsplan zum Erhalt von 86 Jobs: Waldviertler Textilunternehmen Herka und TVG nach Insolvenz zurück im Geschäft
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Textilunternehmen Herka und TVG nach Insolvenz mit Sanierungsplan fortgeführt

Die Waldviertler Textilunternehmen Herka und TVG werden nach ihrer Insolvenz im Jänner 2026 fortgeführt. Die Gläubiger haben am Landesgericht Krems einem Sanierungsplan mehrheitlich zugestimmt.

Im Rahmen dieses Sanierungsplans erhalten die Gläubiger eine Quote von 20 Prozent. Laut dem Gläubigerschutzverband Creditreform bleiben dadurch 86 Arbeitsplätze erhalten.

Von der vereinbarten Quote sind fünf Prozent als Barquote bis 25. Mai 2026 beim Sanierungsverwalter zu erlegen. Weitere jeweils fünf Prozent sind binnen 12, 18 und 24 Monaten zu bezahlen. Insgesamt meldeten 355 Gläubiger Forderungen in der Höhe von 9,8 Millionen Euro an.

Vor der Sanierung gab es bei Herka und TVG insgesamt 100 Stellen, im Zuge des Verfahrens mussten 14 Stellen abgebaut werden. Nun sind bei Herka 56 Dienstnehmer und bei TVG 30 Dienstnehmer beschäftigt. Mit der Annahme des Sanierungsplans werden somit 86 Arbeitsplätze gesichert.

Insolvenzexperte Stephan Mazal von Creditreform wird im Zusammenhang mit dem Verfahren genannt. Er führt aus, dass die Erfüllung des Sanierungsplans mit Hilfe eines neuen Finanzierungspartners gesichert wird.

Herka mit Sitz in Kautzen im Bezirk Waidhofen an der Thaya produziert seit 1927 Handtücher, Bademäntel und Decken. Im Insolvenzantrag des Unternehmens werden gestiegene Energie- und Chemiekosten sowie ausbleibende Hotelbestellungen infolge der Pandemie als Ursachen für Umsatzrückgänge genannt.

Beim Schwesterunternehmen TVG (Textilveredelung Gmünd GmbH) wird die Insolvenz von Creditreform auf den Ausfall eines Hauptkunden zurückgeführt. Dieser Ausfall führte laut Creditreform zu einem Umsatzrückgang von 30 Prozent. Die Insolvenz der beiden Traditionsunternehmen wurde Mitte Jänner 2026 angemeldet.

Offene Punkte

Die Identität und die genaue Rolle des neuen Finanzierungspartners werden nicht näher beschrieben. Ebenso bleibt offen, ob alle 355 Gläubiger gleichermaßen von der 20-Prozent-Quote erfasst sind und ob nach Umsetzung des Sanierungsplans weitere personelle Anpassungen geplant sind.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.