Gegenmaßnahmen sollen Blaualgenprobleme im Schwarzsee Kitzbühel verhindern
Am Schwarzsee in Kitzbühel werden heuer mehrere Maßnahmen gesetzt, um Probleme mit giftigen Blaualgen zu verhindern. Im Vorjahr war der Badebetrieb dort wegen toxischer Blaualgen gesperrt worden.
Derzeit wird die Wasserqualität des Schwarzsees als ausgezeichnet beschrieben. Nach Einschätzung des zuständigen Seereferenten Rudolf Widmoser ist Schwimmen im See zum aktuellen Zeitpunkt problemlos möglich.
Algenmähen und Einleitung von Trinkwasser
Am Schwarzsee werden sogenannte echte Algen gemäht. Widmoser erläutert, dass diese Pflanzen sonst Nährstoffe für Bakterien liefern würden. Zusätzlich wird in den See Trinkwasser eingeleitet, um die schädliche Algenkonzentration möglichst niedrig zu halten.
Ein Tiefenentwässerungsrohr soll sauerstoffarmes Wasser aus den tieferen Schichten des bis zu sieben Meter tiefen Sees entziehen. Dadurch sollen die Bedingungen im Gewässer verbessert werden.
Kontinuierliche Messungen im See
Im Schwarzsee wurde eine Messinsel beziehungsweise ein Messgerät installiert. Dieses überwacht kontinuierlich mehrere Parameter, darunter pH-Wert, Sauerstoffgehalt des Wassers und die Biomasse der Bakterien. Widmoser betont die Bedeutung dieser laufenden Messungen, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.
Nach seinen Angaben bilden die Daten zudem eine Grundlage für die Entwicklung langfristiger Strategien. Widmoser bezeichnet den Blaualgenbefall im Schwarzsee als nichts Neues und erinnert an größere Befälle in den Jahren 1972 und 2006.
Blaualgen und anstehender Triathlon
Blaualgen sind Bakterien, die in vielen Seen vorkommen. Toxische Arten können dazu führen, dass der Badebetrieb eingestellt werden muss. Am Schwarzsee war dies im Vorjahr der Fall.
Für Ende Juni ist am Schwarzsee ein Triathlon geplant. Nach derzeitiger Einschätzung gilt diese Veranstaltung nicht als gefährdet. Die Situation am See wird weiter genau beobachtet.
Als Faktoren, die ideale Bedingungen für das Wachstum von Blaualgenbakterien schaffen können, werden steigende Wassertemperaturen und Trockenperioden genannt.








