Verletzter Seeadler im Bezirk Krems gerettet
Im Bezirk Krems ist in der Woche vor dem 29. Mai 2026 ein verletzter Seeadler entdeckt und in Sicherheit gebracht worden. Der Greifvogel war auf einer Straße zwischen Ottenstein und Krumau am Kamp gesichtet worden.
Der Seeadler konnte bei Annäherung nicht wegfliegen und hüpfte nur davon. An einem Flügel war eine Verletzung sichtbar.
Entdeckung auf der Straße
Nina Engelmayer bemerkte den verletzten Vogel auf der Straße zwischen Ottenstein und Krumau am Kamp. Sie hielt mit ihrem Auto an, um den Seeadler zu fotografieren, und suchte anschließend nach Hilfe. Nach mehreren vergeblichen Versuchen wandte sie sich an ein vorbeikommendes Auto und hielt es an.
In dem Fahrzeug befand sich Florian Richter, Biologe am Institut für Tierökologie und Naturraumplanung in Graz, der dienstlich auf dieser Strecke unterwegs war. Gemeinsam versuchten Engelmayer und Richter, den Seeadler einzufangen. Der Vogel entkam zunächst unter der Leitplanke hindurch und hüpfte die Böschung in Richtung Kamp hinunter.
Rettungsaktion am Kamp
Zur Rettungsaktion stieß Leoni Fasching vom Tierschutzverein Krems hinzu. Fasching und Richter versuchten, den Seeadler einzukreisen. Der Vogel sprang in den Kamp, Richter folgte ihm ins Wasser.
Der Seeadler machte Drohgeräusche, verhielt sich ansonsten aber ruhig. Richter ergriff den Vogel an den Beinen und schwamm mit ihm mit einer Hand ans Ufer. Dort übernahm Fasching den Seeadler, legte ihm zur Beruhigung ein Tuch über den Kopf und brachte ihn im Auto weg.
Versorgung in Pflegestation
Der Seeadler wurde in die Greifvogel- und Wildtierpflegestation der Familie Brunner in Gföhl im Bezirk Krems gebracht. Die Verletzungen am Flügel können laut Bericht nicht operiert werden. Es soll abgewartet werden, ob sie von selbst verheilen.
Leoni Fasching, die beim Tierschutzverein Krems tätig ist, erklärte, ein Adler sei ihr bisher noch nie untergekommen.








