Sicherheit und Ökologie Hand in Hand: Dornbirn startet schrittweise Räumung des Staufensees
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Dornbirn beginnt mit schrittweiser Räumung des Staufensees

Die Stadt Dornbirn setzt ein langfristig angelegtes Projekt zur Räumung des Staufensees um. Der Speichersee soll mithilfe gesteuerter Hochwasserspülungen nach und nach entleert werden.

Im Staufensee haben sich über Jahre große Mengen an Sand und Schlick angesammelt. Seit einem Felssturz im Rappenloch werden diese Ablagerungen nicht mehr natürlich abtransportiert.

Konzept mit Fokus auf Sicherheit und Naturraum

Das Räumungskonzept wurde über mehrere Jahre gemeinsam mit Fachplanern und Behörden erarbeitet. Im Mittelpunkt stehen Sicherheit, Hochwasserschutz und der Erhalt des Naturraums.

Die Entleerung des Staufensees erfolgt in Etappen und nicht auf einmal. Bei Hochwasser der Dornbirner Ach werden die Ablagerungen über einen sanierten Abflussstollen ausgespült.

Technische Überwachung und Schutz des Fischbestands

Der Spülprozess wird technisch überwacht. Während der Spülphasen wird die Wassertrübung laufend gemessen, die Messdaten werden in Echtzeit ausgewertet.

Ziel dieser Überwachung ist es, die zusätzliche Belastung für den Fischbestand möglichst gering zu halten.

Anpassungen im Bachlauf und „Fischhotel“

Für das Projekt wurde der Bachlauf unterhalb des Staufensees angepasst. Dort wurden neue Strukturen aus Flussbausteinen eingebracht.

Die Flussbausteine sollen ruhigere Bereiche und flachere Zonen schaffen, die Fischen bei Hochwasser als Rückzugsorte dienen. Im Bereich der Einmündung des Zizelerbachs entstand ein strukturreicher Abschnitt, der als „Fischhotel“ bezeichnet wird und Fischen zusätzlichen Schutz bietet.

Gestufte Räumung und neue Uferzonen

Die vollständige Räumung des Staufensees wird voraussichtlich zwei bis drei Jahre dauern. Die Dauer hängt davon ab, wie häufig Hochwasser auftritt.

Im oberen Bereich des Staufensees sollen gröbere Materialien wie Kies erhalten bleiben. Mittlere Abschnitte sollen weitgehend ausgespült werden, im unteren Bereich sollen neue, flache Uferzonen entstehen, die zusätzlichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten.

Weitere Projekte rund um den Staufensee

Oberhalb des Staufensees entsteht ein neues Kraftwerk. Ein historisches Gebäude im Umfeld des Sees soll erhalten bleiben und künftig als Museum genutzt werden.

Der Bereich rund um den Staufensee soll langfristig als Erholungsraum für Wanderer weiterentwickelt werden. Nach Abschluss der Arbeiten ist vorgesehen, eine bestehende Umfahrungsstraße zurückzubauen.

Sicherheitsmaßnahmen und Sperren

Während der Spülungen ist der Staufensee für Besucherinnen und Besucher gesperrt. Für die Zeit der Arbeiten werden Absperrungen und Hinweisschilder eingerichtet.

Freigelegte Flächen gelten als erheblicher Risikobereich, da sie instabil sind und plötzlich nachgeben können. Die Stadt Dornbirn warnt ausdrücklich vor dem Betreten dieser Flächen und weist darauf hin, dass dort Lebensgefahr besteht.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.