Sommer 2026: Anpassungen bei Öffis in Wien wegen Baustellen
Im Sommer 2026 fallen die Modernisierung der Schnellbahn-Stammstrecke und mehrere U-Bahn-Baustellen zusammen. ÖBB und Wiener Linien planen dafür zahlreiche Maßnahmen im Betrieb von U-Bahn-, Straßenbahn- und Buslinien.
Nach Angaben von ÖBB und Wiener Linien laufen die Vorbereitungen für diese Maßnahmen seit mehreren Jahren. Zwischen den Unternehmen besteht nach deren Darstellung eine enge und laufende Abstimmung. Gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Raumplanung (ÖIR) wurde ein Ersatzkonzept erarbeitet.
Taktverdichtungen bei U-Bahn und Straßenbahn
Bei den U-Bahn-Linien U1, U2, U4 und U6 sind Taktverdichtungen vorgesehen. Die U1 soll mit einem Intervall von 2 Minuten 20 Sekunden fahren, die U2 mit 3 Minuten 20 Sekunden. Die U4 soll Intervalle zwischen 3 Minuten und 3 Minuten 20 Sekunden erhalten. Die U6 soll im Intervall von 2 Minuten 40 Sekunden verkehren, zusätzlich wird in der Morgenspitze ein Reservezug eingesetzt.
Auch bei Straßenbahnlinien im Umfeld der Stammstrecke soll der Takt verdichtet werden. Es soll auf zusätzliche Schienenkapazitäten gesetzt werden. Die Linie O soll im Fünf-Minuten-Intervall fahren und ausschließlich mit Langfahrzeugen unterwegs sein; außerdem ist für diese Linie eine zusätzliche Bevorrangung im Straßenverkehr vorgesehen. Die Linie 62 soll im Intervall von 7 Minuten 30 Sekunden fahren und von Meidling über den Matzleinsdorfer Platz und den Hauptbahnhof bis Quartier Belvedere umgeleitet werden.
Ausbau und Umleitungen bei der Linie 18 und Regionalzügen
Ab Herbst ist die Verlängerung der Straßenbahnlinie 18 geplant. Die verlängerte Linie 18 soll künftig den 2. und 3. Bezirk verbinden. Entlang der neuen Strecke sollen sieben neue Haltestellen entstehen. Die Linie soll direkte Umstiege zu fünf U-Bahn-Linien und acht S-Bahn-Linien ermöglichen, darunter einen direkten Umstieg zur S7 Richtung Flughafen in St. Marx.
Bei den Regionalzügen sind ebenfalls Umleitungen vorgesehen. Die REX1-Züge sollen über Stadlau und Simmering zum Hauptbahnhof geführt werden. Die REX7-Züge sollen über den Hauptbahnhof nach Mödling fahren. Ab dem 5. September soll es zusätzliche Vienna-Airport-Busverbindungen zwischen Praterstern und Flughafen Wien geben.
Shuttlebus und Verkehrsführung in Meidling
Zur Verbindung von Schnellbahn und U-Bahn richten die ÖBB einen Direkt-Shuttlebus vom Bahnhof Wien Meidling zur U4-Station Längenfeldgasse ein. Die geplante Fahrzeit zwischen Wien Meidling und Längenfeldgasse beträgt sechs Minuten. Der Shuttlebus soll die U6 entlasten, die laut Darstellung im Zusammenhang mit den Baustellen von Pendlern intensiv genutzt werden wird.
Für die Längenfeldgasse ist eine geänderte Verkehrsführung vorgesehen: Stadtauswärts soll sie bis zur Steinbauergasse als Einbahn geführt werden, die stadteinwärtige Spur soll als Busspur genutzt werden. In der Aßmayergasse ist eine zusätzliche Ampelbevorrangung geplant.
Information und Personal in den Stationen
Zusätzliches Infopersonal soll in den Stationen Meidling, Hauptbahnhof, Praterstern, Landstraße, Matzleinsdorfer Platz, Quartier Belvedere und Stadion eingesetzt werden. In den Bahnhöfen Meidling, Hauptbahnhof, Praterstern und Landstraße soll außerdem zusätzliches Sicherheitspersonal zum Einsatz kommen.
In der gesamten Ostregion sind Plakate, Monitoranzeigen und Lautsprecherdurchsagen zu den Maßnahmen vorgesehen.
Reaktionen und Forderungen der Grünen
Die Grünen befürworten die Modernisierung der Stammstrecke grundsätzlich, üben aber anhand einer neuen TU-Studie Kritik an den Ersatzangeboten. Sie halten diese Angebote laut Darstellung für nicht ausreichend.
Die Grünen fordern dichtere Intervalle bei den Straßenbahnlinien O und D sowie bei allen U-Bahn-Linien. Außerdem verlangen sie, dass für alle Straßenbahnlinien freie Fahrt auf den Straßen gelten soll. Zusätzlich wünschen sie sich temporäre Radwege im Zuge der Baumaßnahmen und eine massive Aufstockung der Leihräder.
Zur Lenkung der Fahrgastströme fordern die Grünen den Einsatz von 100 Öffi-Lotsen bei den Stationen. Sie erneuern ihre Forderung nach einer Rückkehr des 365-Euro-Tickets und verlangen Rabatte für betroffene Klimaticket-Pendler. Begründet werden diese Forderungen damit, dass die Öffi-Leistung im Sommer schlechter werde.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








