Gaisberg wird am Sonntag zur autofreien Zone
Am kommenden Sonntag wird der Gaisberg, der als Hausberg der Salzburgerinnen und Salzburger gilt, zur autofreien Zone erklärt. Zwischen der Abzweigung der Brauhausstraße bei Koppl (Flachgau) und der Gaisbergspitze gilt dann für alle Kraftfahrzeuge ein Fahrverbot.
Ausgenommen von der Regelung sind Anrainerinnen und Anrainer sowie Gäste der Betriebe mit gültiger Reservierungsbestätigung. Für den motorisierten Individualverkehr ist die Gaisberg Landesstraße (L108) am Sonntag von 9.00 bis 16.00 Uhr gesperrt.
Anreise zu Fuß, mit Rad und Öffis
Der 1.287 Meter hohe Ausläufer der Osterhorngruppe kann am autofreien Tag zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem E-Bike besucht werden. Zudem ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich.
Der Gaisbergbus (Linie 151) fährt dazu am Sonntag ab dem Mirabellplatz verstärkt alle 22 Minuten. Polizei und Sicherheitsdienste überwachen die geplante Verkehrsberuhigung am Gaisberg.
Laut Verantwortlichen der Stadt gehört es zu den Zielen des autofreien Tages, die Zufahrt auf den Gaisberg nachhaltiger zu gestalten und das Ausflugsziel für alle erlebbar zu machen.
Weitere autofreie Tage geplant
Bereits im März desselben Jahres hatte es einen autofreien Tag am Gaisberg gegeben. Auch dabei war die Gaisberg-Landesstraße für den Individualverkehr gesperrt. Neben dem Termin am kommenden Sonntag sind für dasselbe Jahr weitere autofreie Gaisberg-Tage am 16. August und am 26. Oktober geplant.
Diskussion um Umsetzung und Schrankenlösung
Nach dem ersten autofreien Sonntag im März gab es Kritik der Grünen im Salzburger Gemeinderat an der Umsetzung. Sie warfen dem Gaisberg-Koordinator Florian Kreibich (ÖVP) vor, den Aktionstag nur halbherzig umzusetzen. Eine Gemeindestraße von Elsbethen-Glasenbach, die über die L260 auf den Gaisberg führt, war am 22. März nicht gesperrt worden und wurde laut Bericht von zahlreichen Autofahrern als Route auf den Berg genutzt.
Kreibich wies die Kritik zurück. Er erklärte, die Stadt Salzburg könne keine Sperre der Straße von Elsbethen-Glasenbach veranlassen, da diese in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Elsbethen falle. Eine Verkehrsreduzierung auf der Landesstraße bedürfe zudem einer entsprechenden Verordnung des Landesstraßenerhalters.
Grundsätzlich sprach sich Kreibich für eine Schrankenlösung auf Höhe der Zistelalm aus. Auf dem Gipfelplateau stehen insgesamt 55 Parkplätze zur Verfügung. Der im Bericht wiedergegebenen Idee zufolge könnte bei vollen Parkplätzen durch einen Schranken die Weiterfahrt auf die Gaisbergspitze verhindert werden.
Es wird berichtet, dass vor allem bei Schönwetter viele Autofahrer das Halte- und Parkverbot entlang der Straße im Gipfelbereich ignorieren und dadurch ein Verkehrschaos verursacht wird. Laut Kreibich würde der geplante Schranken samt Zusatzgeräten rund 100.000 Euro kosten.








