Spätgotische Möbelkunst im Bergbau- und Gotikmuseum Leogang
Im Bergbau- und Gotikmuseum in Leogang im Pinzgau ist eine neue Ausstellung mit spätgotischen Möbeln zu sehen. Präsentiert werden aufwendig geschnitzte Originalstücke aus dem 15. Jahrhundert, die aus Salzburg stammen.
Die Ausstellung zeigt kunstvoll gestaltete Möbel, die weit mehr als bloße Gebrauchsgegenstände sind. Die Stücke sind reich verziert, teilweise vergoldet und weisen Maßwerkschnitzereien, architektonische Formen sowie detailreiche Ornamente auf.
Zentrale Exponate aus Salzburg und dem Lungau
Im Mittelpunkt der Schau stehen zwei Werke: ein vergoldeter Reliquienschrein aus der Bürgerspitalskirche St. Blasius in der Stadt Salzburg und ein reich verzierter Chorstuhl aus der Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Tamsweg im Lungau. Beide Stücke werden einer Werkstatt zugeschrieben, die um 1455 im Lungau tätig war.
Ein Teil der Exponate ist eine Leihgabe des Salzburg Museum, weitere Stücke stammen aus Privatbesitz. Die Ausstellung thematisiert Beispiele spätgotischer Möbelkunst im süddeutschen Raum.
Einblick in religiöse Vorstellungen und Handwerkskunst
Nach Angaben des Ausstellungskurators Peter Husty zählen die gezeigten Möbel zu den bedeutendsten und qualitätvollsten Werken, die die europäische Möbelkunst hervorgebracht hat. Die Objekte spiegeln religiöse Vorstellungen, außergewöhnliche Handwerkskunst und den künstlerischen Austausch im Europa des 15. Jahrhunderts wider.
Die Möbelstücke sind bis Ende Oktober im Bergbau- und Gotikmuseum Leogang zu sehen.








