Vereinigte Bühnen Wien setzen Sparpaket mit Personalabbau um
Die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) setzen ein umfassendes Sparpaket um, das auch einvernehmliche Kündigungen von rund 20 Mitarbeitenden umfasst. Für die betroffenen Beschäftigten wurde ein Sozialplan mit einem Volumen von 800.000 Euro vereinbart.
Hintergrund der Einsparungen ist eine Reduktion der jährlichen Subventionen: Ab 2026 erhalten die VBW fünf Millionen Euro weniger und kommen damit auf insgesamt 51 Millionen Euro pro Jahr. Die VBW gehören zur Wien-Holding.
Personalmaßnahmen und Sozialplan
VBW-Geschäftsführer Franz Patay erklärte, die einvernehmlichen Vertragsauflösungen seien quer durch das ganze Unternehmen erfolgt. Nach seinen Angaben wurden sie in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft vereinbart. Patay bezeichnete die Situation als belastend für alle Beteiligten.
Der Mitarbeiterstand der VBW umfasste zuvor rund 800 Personen (Köpfe). Patay konnte nicht beziffern, um welche Zahl der Mitarbeiterstand unterm Strich schrumpft. Er verwies auf eine ständige Fluktuation beim Personal sowie einen je nach Produktion schwankenden Personalbedarf. Einen belastbaren Vergleich des Mitarbeiterstandes sieht er erst zum Jahresende als möglich; derzeit sei noch alles im Fluss.
Durch die Personalmaßnahmen wollen die VBW zwei Millionen Euro pro Jahr einsparen. Patay erklärte, der aktive Personalabbau sei beendet. Die Frage von Nachbesetzungen werde weiter im Auge behalten. Bereits im Jänner war eine damals nicht näher genannte Zahl an Beschäftigten beim AMS-Frühwarnsystem angemeldet worden.
Einsparungen bei Sachkosten
Ein weiterer Teil der Einsparungen soll über Sachkosten erfolgen. Büroflächen in der Lehargasse wurden verdichtet, um Mietkosten zu dämpfen. Lagerflächen im innerstädtischen Bereich wurden nach Simmering verlegt. Zudem brachte die Neuausschreibung der Gebäudereinigung Ausgabendämpfungen.
In den Nachtstunden wurde externes Sicherheitspersonal durch rein automatische Alarmanlagen ersetzt. Durch diese Sachkosteneinsparungen wollen die VBW künftig ebenfalls zwei Millionen Euro jährlich einsparen.
Publikumsnachfrage und Einnahmen
Patay berichtete von hoher Publikumsnachfrage in den Häusern der VBW. Zu diesen zählen das Musiktheater an der Wien, das Ronacher und das Raimund Theater. Im Musicalbereich wurde die Aufführungsfrequenz von sechs auf durchschnittlich 6,5 bis sieben Vorstellungen pro Woche erhöht.
Patay erwartet dadurch um zwei Millionen Euro mehr Einnahmen als ursprünglich budgetiert. Nach seinen Angaben erreichen die VBW mit allen Maßnahmen die für das laufende Jahr nötigen Einsparungen von fünf Millionen Euro.
Ausrichtung auf künftige Subventionshöhe
Patay erklärte, die Sparmaßnahmen seien auf eine Subventionshöhe von 51 Millionen Euro ausgerichtet. Er äußerte die Hoffnung, dass die Subventionen im Jahr 2027 bei 51 Millionen Euro bleiben, und wünschte sich von der Politik mehr Planungssicherheit.








