Uraufführung von „Speed – Auf den letzten Metern“ am Landestheater Niederösterreich
Am Landestheater Niederösterreich hat am Donnerstagabend das Theaterstück „Speed – Auf den letzten Metern“ seine Uraufführung erlebt. Die Premiere in St. Pölten steht im Kontext des Endes der Intendanz von Marie Rötzer an dem Haus.
„Speed – Auf den letzten Metern“ wird als komödiantische Odyssee beschrieben. Der Handlungsrahmen bildet eine Busreise zu einem Gastspiel in der Provinz, bei der der Bus sein Ziel nicht rechtzeitig erreicht.
Stückentwicklung mit Filmbezügen
Das Stück entstand als Stückentwicklung während der Proben. Der konzeptionelle Rahmen stammt vom Regieduo Sarah Viktoria Frick und Martin Vischer. Im Verlauf des Abends treffen die Figuren zunächst nacheinander beim Bus ein.
Inhaltlich nimmt das Stück Bezug auf den Film „Speed“ von 1994, der als Actionthriller mit Sandra Bullock und Keanu Reeves beschrieben wird. Gleichzeitig enthält „Speed – Auf den letzten Metern“ ein Stück-im-Stück-Element, in dem die Irrfahrt der Odyssee thematisiert wird, die als Gleichnis für eine Heimkehr verwendet wird.
Ensemble und szenische Elemente
Laut Beschreibung bietet das Stück dem Ensemble die Möglichkeit, verschiedene Facetten der eigenen Persönlichkeiten zu zeigen. In einer Umkleideszene in einem engen Bus wird eine „Odyssee“ noch einmal geprobt.
Die Namen der Mitwirkenden werden im Stück verballhornt. So wird die Figur Laura Laufenberg als „Larua“, Michael Scherff als „Maichel“ und zusätzlich als Odysseus bezeichnet, Julia Kreusch als „Jauli“ und der Musiker Bernhard Moshammer als „Brehnrad“ benannt. Moshammer versteckt sich dabei unter einer Kapuze.
Humor, Musik und Abschlussbild
In „Speed – Auf den letzten Metern“ kommen Slapstick-Elemente vor. Musikalisch werden unter anderem im euphorischen Kontext das Lied „Private Dancer“ von Tina Turner sowie zaghaft und brüchig „I Will Always Love You“ von Whitney Houston angestimmt.
Am Ende des Stücks fährt ein kleiner Spielzeugbus durch einen bestirnten Bühnenhintergrund. Abschließend wird festgestellt, dass das Ensemble des Landestheaters Niederösterreich eine Etappe hinter sich gebracht hat und die Reise in veränderter Konstellation weitergeht.








