Elias Kugler aus Leopoldschlag im Bezirk Freistadt hat 2026 den Ironman in Klagenfurt absolviert und dabei als jüngster Starter die Ziellinie überquert. Der 18-jährige HTL-Schüler benötigte für die Distanz zehn Stunden und 47 Minuten.
Zehneinhalb Stunden zwischen Wörthersee und Zielbogen
Der Ironman Klagenfurt beginnt mit 3,8 Kilometern Schwimmen im Wörthersee, gefolgt von 180 Kilometern Radfahren durch die umliegenden Hügel. Den Abschluss bildet ein Marathon über 42,2 Kilometer. Elias Kugler bewältigte diese Gesamtstrecke in zehn Stunden und 47 Minuten. Zum Vergleich: Der Streckenrekord in Klagenfurt liegt bei knapp unter acht Stunden.
Beim abschließenden Marathon geriet Kugler früh an seine Grenzen. Bereits nach drei von 42 Kilometern dachte er ans Aufgeben. Auf dem Rad hatte er zuvor versucht, alle 15 bis 20 Kilometer etwas zu trinken und energiehaltige Gels zu sich zu nehmen, feste Nahrung brachte er während des gesamten Rennens jedoch nicht hinunter. Der körperliche Aufwand zeigte sich auch in den Werten nach dem Rennen: Kugler verlor fünf Kilogramm an Körpergewicht und schwitzte insgesamt 15 Liter Flüssigkeit aus.
Kugler ist Mitglied des Triathlonvereins TripowerFreistadt. Über seine Erfahrungen beim Ironman sprach er in der ORF-OÖ-Interviewreihe „Auf ein Wort“ mit Johannes Reitter. Für das kommende Jahr hat sich der 18-Jährige die Matura als Ziel gesetzt.
Belastung über den gesamten Tag
Ein Ironman-Wettkampf gehört zu den anspruchsvollsten Ausdauerformaten im Triathlonsport. Athletinnen und Athleten bewegen sich dabei über einen Zeitraum von mehreren Stunden hinweg in drei unterschiedlichen Disziplinen, die jeweils eigene körperliche Anforderungen stellen. Während das Schwimmen vor allem Oberkörper und Rumpf beansprucht, folgt beim Radfahren eine lange Phase gleichmäßiger Kraftausdauer. Der abschließende Marathon gilt unter Sportlerinnen und Sportlern häufig als der Abschnitt, in dem sich die Erschöpfung der vorangegangenen Stunden am deutlichsten bemerkbar macht.
Die Versorgung mit Flüssigkeit und Energie spielt bei einem solchen Wettkampf eine zentrale Rolle. Über den gesamten Zeitraum verlieren Ausdauersportler durch Schweiß erhebliche Mengen an Flüssigkeit, die während des Rennens nur teilweise ausgeglichen werden können. Gleichzeitig sinkt bei vielen Athletinnen und Athleten im Laufe des Wettkampfs die Fähigkeit, feste Nahrung zu verdauen, weshalb häufig auf leicht verdauliche Gels und Getränke mit Kohlenhydraten zurückgegriffen wird. Ein spürbarer Gewichtsverlust während eines Ironman-Rennens ist bei diesen Belastungsbedingungen keine Seltenheit.
Die Teilnahme an einem Ironman setzt in der Regel eine langfristige Trainingsvorbereitung voraus, die alle drei Disziplinen sowie die Wechselphasen zwischen ihnen umfasst. Vereine wie Triathlonclubs bieten dafür üblicherweise eine strukturierte Trainingsumgebung, in der sowohl Grundlagenausdauer als auch spezifische Wettkampfvorbereitung erarbeitet werden können. Für jüngere Athletinnen und Athleten stellt die Kombination aus intensivem Training und schulischen oder beruflichen Verpflichtungen häufig eine zusätzliche organisatorische Herausforderung dar.
Hinweis zur Faktenprüfung
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