19-jähriger Zawieschitzky gibt ÖFB-Debüt – jüngster Teamtorhüter seit 81 Jahren

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Christian Zawieschitzky hat am Sonntagabend sein Debüt im ÖFB-Team gegeben. Österreich gewann die Partie gegen den Kosovo mit 3:1. Der 19-jährige Tiroler ist damit der jüngste ÖFB-Torhüter seit Walter Zeman, der 1945 im Alter von 18 Jahren sein erstes Länderspiel bestritten hatte. Zwischen den beiden Debüts liegen 81 Jahre.

Debüt mit Gegentor und emotionalem Moment

Zawieschitzky erfuhr erst vor dem Abschlusstraining, dass er im Tor beginnen würde. Im ORF-Interview beschrieb er die Partie als aufregend: „Es war sehr aufregend für mich.“ Ein Gegentor beim Debüt beschäftigte ihn sichtlich. „Das Gegentor nervt mich, muss ich sagen“, sagte er. Nach dem Treffer versteckte er den Ball unter seinem Trikot.

Teamchef Ralf Rangnick äußerte sich anerkennend über die Leistung des Torhüters. „Wir wussten, was für ein großes Talent da heranwächst“, sagte er. Weiter erklärte Rangnick: „Wenn man sieht, wie er da heute das gespielt hat, kann man ja eigentlich gar nicht glauben, dass er erst 19 Jahre alt ist.“ Rangnick kennt Zawieschitzky seit einem Jahr und wurde durch Assistenzcoach Onur Cinel, der zuvor als Trainer bei Red Bull Salzburg tätig war, auf ihn aufmerksam.

Vom Nachwuchs in Kundl zur Nummer eins in Salzburg

Der 192 Zentimeter große Zawieschitzky begann seine Laufbahn in Kundl und wechselte 2020 von Wacker Innsbruck zu Red Bull Salzburg. Seit dieser Saison ist er die Nummer eins des Klubs. Bereits vor einem Jahr hatte er bei der Club-WM in den USA Stammtorhüter Alexander Schlager vertreten. Vor einigen Monaten war Zawieschitzky noch als Zuschauer im Stadion gestanden, ehe er nun selbst als Nationaltorhüter debütierte.

Wechsel zur U21 für die EM-Qualifikation

Trotz des gelungenen Debüts verlässt Zawieschitzky das A-Team wieder. Er soll der U21-Auswahl in der EM-Qualifikation zur Verfügung stehen. Dort war bislang Lukas Jungwirth, der beim LASK unter Vertrag steht, als Meistergoalie und Stammtorhüter gesetzt. Für die kommenden A-Team-Partien werden neben Jungwirth auch Florian Wiegele und Alexander Schlager als Kandidaten für den Platz im Tor gehandelt. Schlager war zuletzt gegen Israel im Einsatz gewesen.

Die nächsten beiden Länderspiele Österreichs finden am Donnerstag und Sonntag statt, jeweils in Irland und im Kosovo. Beide Partien werden live in ORF1 übertragen. Rangnick ließ offen, wie er die Torhüterposition für diese Spiele besetzen wird. „Es ist gut möglich, dass am Donnerstag ein Dritter die Chance bekommt – und mit dem vierten Spiel vielleicht sogar alle vier, auch das würde ich nicht ausschließen“, sagte er.

Konkurrenzsituation im Nachwuchsbereich der Torhüter

Grundsätzlich zählt die Position des Torhüters zu jenen im Fußball, bei denen Nationaltrainer häufig auf Kontinuität setzen, da Abstimmung und Vertrauen zwischen Abwehr und Torhüter über längere Zeiträume wachsen. Gleichzeitig eröffnen Testspiele und Qualifikationsphasen ohne unmittelbaren Turnierdruck häufig Gelegenheiten, jüngeren Spielern erste Einsätze im A-Team zu ermöglichen, ohne die etablierte Hierarchie grundsätzlich infrage zu stellen. Bei österreichischen Vereinen wie Red Bull Salzburg ist die Ausbildung junger Torhüter traditionell eng mit dem Nachwuchsleistungszentrum verknüpft, aus dem in den vergangenen Jahren mehrere Spieler den Sprung in den Profikader geschafft haben. Neben Zawieschitzky zählt etwa auch Nikolas Veratschnig zum Torhüterkader des Klubs. Parallel zur A-Nationalmannschaft verfolgt der ÖFB mit den Nachwuchsauswahlen eigene sportliche Ziele, zu denen aktuell die Qualifikation der U21 für die Europameisterschaft zählt. Für solche Qualifikationsspiele werden Spieler von den Vereinen freigestellt, wobei Verbände in Abstimmung mit den Trainern entscheiden, in welcher Auswahl ein Spieler in einem bestimmten Zeitraum eingesetzt wird.