62-Jähriger schreibt ÖFB-Cup-Geschichte: Comeback nach 33 Jahren Pause

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Ein 62-jähriger Vorarlberger hat am Freitag im ÖFB-Cup Sportgeschichte geschrieben: Walter Weiss wurde in der zweiten Runde des Bewerbs beim Spiel zwischen dem SC Altach und dem SV Bischofshofen in der 80. Minute eingewechselt und ist damit der älteste Spieler, der jemals im ÖFB-Cup zum Einsatz kam. Altach gewann die Partie deutlich mit 7:0.

Auftritt nach mehr als drei Jahrzehnten Pause

Weiss hatte seine aktive Karriere im Jänner 1992 im Alter von 28 Jahren beim SC Tisis beendet. Mehr als 33 Jahre später stand er erneut auf einem Fußballplatz, diesmal im Trikot des SV Bischofshofen. Für ihn wurde Stefan Prähauser ausgewechselt, der seinerseits 57 Jahre alt ist. Die Einwechslung von Weiss sorgte im Cashpoint Arena genannten Altacher Stadion für Aufsehen: Das Publikum bejubelte seinen Auftritt und feuerte ihn bei jedem Ballkontakt an.

Bischofshofen trat bei der Partie mit drei Spielern an, die erst in dieser Woche gemeldet worden waren. Der reguläre Spielbetrieb des Vereins war zuvor eingestellt worden, da keine Heimstätte zur Verfügung stand. Zudem war dem Verein die Zulassung für die Regionalliga verweigert worden. Die Teilnahme am ÖFB-Cup beruhte auf der sportlichen Qualifikation, die sich Bischofshofen in der vergangenen Saison über die Regionalliga gesichert hatte.

Deutlicher Altacher Sieg mit mehreren Torschützen

Sportlich verlief die Partie einseitig. Altach ging bereits in der achten Minute durch Yann Massombo in Führung. Kapitän Lukas Jäger erhöhte in der 25. Minute, ehe Ousmane Diawara zwei Minuten später zum 3:0 traf. In der 30. Minute stellte Benjamin Böckle auf 4:0. Noch vor der Pause erzielte Diawara mit seinem zweiten Treffer des Abends das 5:0. Nach dem Seitenwechsel baute Srdjan Hrstic in der 56. Minute die Führung weiter aus. In der 78. Minute traf schließlich Rodney Elongo-Yombo zum 7:0-Endstand, es war sein erstes Tor im Altacher Trikot.

Trotz des klaren Sieges wurde Torschütze Massombo von eigenen Fans ausgepfiffen. Zwei Minuten nach seinem Treffer wurde Weiss für Bischofshofen eingewechselt und zum eigentlichen Gesprächsthema des Abends.

Bregenz nach Elfmeterschießen im Achtelfinale

Neben der Partie in Altach setzte sich auch Schwarz-Weiß Bregenz in der zweiten Cuprunde durch. Der Zweitligist gewann beim FAC nach Elfmeterschießen mit 5:4 und zog damit ins Cupachtelfinale ein.

Der ÖFB-Cup als Bühne für ungewöhnliche Konstellationen

Der ÖFB-Cup ist als offener Bewerb angelegt, an dem Vereine aus unterschiedlichsten Spielklassen teilnehmen. Die sportliche Qualifikation erfolgt in den unteren Ligen häufig über die Platzierung in Meisterschaften wie der Regionalliga, unabhängig davon, wie sich die wirtschaftliche oder organisatorische Lage eines Vereins in der Folge entwickelt. Dadurch kann es vorkommen, dass Vereine im Cup antreten, deren regulärer Ligabetrieb zwischenzeitlich ins Wanken gerät oder eingestellt wird.

In solchen Situationen greifen Vereine mitunter auf kurzfristige Neuanmeldungen von Spielern zurück, um überhaupt eine spielfähige Mannschaft zu stellen. Auch der Einsatz von Spielern jenseits des klassischen Aktivenalters ist im Amateur- und Unterhausbereich grundsätzlich möglich, sofern die jeweiligen Reglements dies zulassen. Der Fußball in den unteren Spielklassen unterscheidet sich in dieser Hinsicht deutlich vom Profibereich, in dem physische Belastbarkeit und durchgehende Wettkampfpraxis in der Regel enge altersbezogene Grenzen setzen.

Für Vereine ohne gesicherte Infrastruktur, etwa ohne zugelassene Heimstätte, stellt die Teilnahme an überregionalen Bewerben wie dem ÖFB-Cup eine besondere organisatorische Herausforderung dar. Solche Partien werden dann häufig an neutralen oder gegnerischen Austragungsorten ausgetragen, während der reguläre Ligabetrieb bereits eingeschränkt oder ausgesetzt sein kann.