Carlos Alcaraz hat am Freitag bei den US Open in New York das Achtelfinale erreicht. Der als Nummer zwei gesetzte Spanier und Titelverteidiger setzte sich in der dritten Runde gegen Wu Yibing aus China mit 6:3, 6:4, 6:1 durch. Damit hat Alcaraz alle drei bisherigen Partien im Turnier ohne Satzverlust gewonnen.
Alcaraz ohne Satzverlust ins Achtelfinale
Gegen Wu Yibing benötigte Alcaraz drei Sätze, um sich durchzusetzen. Nach dem Sieg zeigte sich der Spanier zufrieden mit seiner Vorstellung: „Ich habe aggressiv und smart gespielt“, sagte Alcaraz. Zu seiner bisherigen Turnierleistung erklärte er: „Es könnte besser sein, aber ich bin über meine Leistung ziemlich stolz.“ Weiter fügte er hinzu: „Mein Level ist ziemlich gut.“
Im Achtelfinale trifft Alcaraz nun auf den US-Amerikaner Tommy Paul. Im direkten Vergleich der beiden Spieler liegt Paul mit 2:6 zurück, die vergangenen fünf Duelle gegen Alcaraz hat er allesamt verloren.
Paul hatte sich zuvor in einem fünf Sätze dauernden Match gegen Alexander Bublik durchgesetzt, nachdem er zwischenzeitlich mit 1:2 Sätzen zurückgelegen hatte. Im Vorjahr war Paul in der dritten Runde ebenfalls in fünf Sätzen gegen Bublik ausgeschieden. Nach dem diesjährigen Sieg sagte Paul: „Nach dem dritten Satz habe ich mich gesammelt und hatte dann wieder Spaß.“
Auch der als Nummer sieben gesetzte Daniel Medwedew zog ins Achtelfinale ein. Der Russe besiegte Arthur Rinderknech aus Frankreich mit 6:4, 6:4, 6:4.
Setzliste und Turnierverlauf bei Grand-Slam-Events
Bei Grand-Slam-Turnieren wie den US Open richtet sich die Setzliste nach der aktuellen Weltrangliste der Spieler. Die Setzung soll grundsätzlich verhindern, dass die stärksten Spieler bereits in frühen Runden aufeinandertreffen, und stattdessen ein möglichst ausgeglichenes Turnier über mehrere Runden hinweg gewährleisten. Titelverteidiger genießen dabei keinen automatischen Bonus in der Setzung, ihre Platzierung ergibt sich ebenfalls aus der Weltrangliste zum Zeitpunkt des Turnierbeginns.
Das Turnier in New York wird traditionell im Modus Best-of-Five bei den Herren ausgetragen, was bedeutet, dass ein Sieg über drei gewonnene Sätze erforderlich ist. Dieser Modus stellt im Vergleich zu kürzeren Formaten höhere physische und mentale Anforderungen an die Spieler, da Partien deutlich länger dauern können und Rückstände noch aufgeholt werden können, wie es sich in Fünf-Satz-Spielen wiederholt zeigt. Ein Sieg ohne Satzverlust gilt allgemein als Indiz für eine besonders konstante und dominante Leistung eines Spielers im Turnierverlauf, da er keine Phase der Schwäche zulässt, die dem Gegner Chancen eröffnen könnte.
Direkte Duelle zwischen Spielern, sogenannte Head-to-Head-Bilanzen, werden im Tennis häufig herangezogen, um Erwartungen vor einem Aufeinandertreffen einzuordnen. Eine klare Bilanz zugunsten eines Spielers bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass sich frühere Ergebnisse in einem neuen Match wiederholen, da Tagesform, Oberflächenbedingungen und der bisherige Turnierverlauf jeweils eigenständigen Einfluss auf den Ausgang einer Partie haben.







