Argentiniens Fußball-Legende Antonio Rattin mit 89 Jahren gestorben

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Argentinischer Fußballstar Antonio Rattin mit 89 Jahren gestorben

Antonio Rattin, ehemaliger argentinischer Mittelfeldspieler und langjährige Stütze von Boca Juniors, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Argentinische Medien berichteten am Samstag über seinen Tod.

Boca Juniors würdigte Rattin in einem Nachruf als „Idol“. Der 1937 geborene Spieler, der den Spitznamen „El Rata“ trug, debütierte 1956 für den Klub und bestritt mehr als 350 Partien für Boca Juniors. In diesem Zeitraum gewann der Verein zwischen 1962 und 1969 viermal die argentinische Meisterschaft. Für die argentinische Nationalmannschaft lief Rattin mehr als 30-mal auf.

Platzverweis beim WM-Viertelfinale 1966 als historischer Moment

Internationale Bekanntheit erlangte Rattin vor allem durch einen Vorfall beim WM-Viertelfinale 1966 gegen England. Als Kapitän der argentinischen Mannschaft wurde er vom deutschen Schiedsrichter Rudolf Kreitlein vom Platz gestellt. Rattin weigerte sich zunächst zu gehen und musste schließlich von Polizisten vom Spielfeld gezerrt werden. Beim Verlassen des Platzes setzte er sich auf einen roten Teppich, der für Queen Elizabeth II vorgesehen war, und quetschte die Eckfahne, die die britische Flagge zeigte. Rattin selbst beschwerte sich über Sprachprobleme mit dem deutschen Schiedsrichter. Argentinien verlor die Partie mit 0:1.

Der Vorfall steht in Verbindung mit der Einführung der Gelben und Roten Karte bei der WM 1970. Der englische Schiedsrichter Ken Aston entwickelte die Idee farbiger Karten als internationales Verständigungsmittel und besprach sie mit Kreitlein, der sie anschließend der FIFA vorlegte. Die FIFA führte das System 1970 offiziell ein.