Austria droht nach Formkrise das Cup-Aus bei Traiskirchen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Wiener Austria tritt am Samstag um 17.30 Uhr in der zweiten Runde des Uniqa-ÖFB-Cups bei Regionalligist Traiskirchen an. Die Partie wird live in ORF1 übertragen. Für die Wiener steht das Pflichtspiel unter keinem guten Vorzeichen: Der Club ist in der Conference-League-Qualifikation gescheitert, liegt in der Bundesliga mit nur drei Punkten aus fünf Partien auf dem letzten Platz und wartet seit vier Pflichtspielen auf einen Sieg. Zuletzt setzte es am Mittwoch im eigenen Stadion eine 0:1-Niederlage gegen WSG Tirol.

Austria unter Druck bei Aufsteiger Traiskirchen

Trainer Stephan Helm, 43 Jahre alt, muss seine Mannschaft nach der sportlichen Talfahrt der vergangenen Wochen neu ausrichten. Bei Traiskirchen wartet zudem ein Gegner, der personell mit einigen Wien-Bezügen aufwarten kann: Im Kader des Regionalligisten stehen mit Philipp Hosiner, Maximilian Sax und Thomas Ebner drei ehemalige Austria-Spieler sowie mit Philipp Schobesberger ein früherer Rapidler. Kurz vor der Partie hat Traiskirchen zudem den Trainer gewechselt: Jürgen Halper übernahm in den Tagen vor dem Cup-Duell von Thomas Darasz.

Auch andere Bundesligisten müssen in der zweiten Runde auswärts bei niederklassigen Vereinen antreten. Double-Sieger LASK, unter Trainer Dietmar Kühbauer, tritt in Deutschlandsberg an. Die Deutschlandsberger SC hatte in der ersten Cup-Runde bereits Amstetten aus dem Bewerb geworfen. Ob LASK-Rückkehrer Sasa Kalajdzic bei diesem Spiel bereits Einsatzminuten sammeln wird, ist derzeit offen.

Puntigamer Sturm Graz ist bei Voitsberg zu Gast. Bei den Grazern unter Trainer Fabio Ingolitsch steht für Stürmer Oumar Diakite die Spielgenehmigung noch aus. Otar Kiteischwili und Filip Rozga stehen nach einer guten Trainingswoche vor ihrer Rückkehr in den Kader. Wacker Innsbruck muss auswärts zu Blau-Weiß Linz. Diese Partie findet bereits am Samstag um 15.30 Uhr statt und wird als zweites Spiel des Tages live in einer Konferenzschaltung in ORF1 übertragen.

Auch Rapid Wien ist im Cup gefordert, allerdings erst am Samstagabend. Die Mannschaft von Trainer Johannes Hoff Thorup spielt um 20.30 Uhr auswärts bei Drittligist Austria Klagenfurt. Rapid kommt ebenfalls mit einer schweren Ligaklatsche im Gepäck: Zuletzt verloren die Wiener in Salzburg mit 1:5.

Cup-Termine als Stolperstein für Favoriten

Die zweite Runde des ÖFB-Cups gilt traditionell als Phase, in der Bundesligisten häufig auf Regional- oder Landesligisten treffen, die spielfrei zwischen ihren eigenen Meisterschaftsrunden agieren können und dadurch oft frischer in die Partie gehen. Grundsätzlich erhöht diese Ausgangslage den Reiz solcher Duelle: Kleinere Vereine treten meist ohne Erwartungsdruck an, während Erstligisten öffentlich unter besonderer Beobachtung stehen, sobald sie in der Tabelle oder in internationalen Bewerben ins Straucheln geraten.

Üblicherweise spielen bei derartigen Cup-Partien auch personelle Verbindungen eine Rolle für das mediale Interesse, etwa wenn Spieler bei einem kleineren Club auf ihren ehemaligen Arbeitgeber treffen. Für die beteiligten Amateur- und Regionalligisten bedeutet ein Duell mit einem Bundesligisten zudem regelmäßig zusätzliche Aufmerksamkeit und eine der seltenen Gelegenheiten, sich einem größeren Publikum zu präsentieren.

Bei kurzfristigen Trainerwechseln unmittelbar vor solchen Pflichtspielen, wie er bei Traiskirchen erfolgt ist, stehen neue Trainer typischerweise vor der Aufgabe, in sehr kurzer Zeit taktische Vorgaben zu vermitteln und die Mannschaft auf einen prominenten Gegner einzustellen. Der ÖFB-Cup bietet damit in jeder Saison eine Bühne, auf der sportliche Hierarchien zumindest für ein einzelnes K.-o.-Spiel durcheinandergeraten können.