Die Austria Wien Frauen sind bei der Wiener Sportstars-Gala am Mittwoch als Team des Jahres ausgezeichnet worden. Die Fußballerinnen hatten in der vergangenen Saison erstmals den Titel in der Frauen-Bundesliga gewonnen. Als Sportlerin des Jahres wurde die Marathonläuferin Julia Mayer geehrt. Die Veranstaltung fand im Wiener Rathaus statt und würdigte sportliche Erfolge aus zahlreichen Disziplinen.
Preisträger des Abends im Rathaus
Das Fest der Wiener Sportstars wurde heuer zum 17. Mal ausgerichtet. Neben den Austria Wien Frauen und Julia Mayer wurden die American Football-Spieler der Danube Dragons als Männer-Team des Jahres ausgezeichnet. Zum Sportler des Jahres wurde der Beachvolleyballer Tim Berger gekürt.
In der Kategorie Team des Jahres mit Behinderung setzten sich die Boccia-Profis Stefanie Proßegger und Michael Kiefler durch. Als Sportler des Jahres mit Behinderung wurde der Basketballer Hubert Hager geehrt, als Sportlerin des Jahres mit Behinderung die Badmintonspielerin Katrin Neudolt.
Der Special Award 2026 ging an Athletinnen und Athleten der Nationalen Sommerspiele der Special Olympics in Wien. Martin Sedlitz erhielt die Auszeichnung für Tischtennis, Nicoline Tscherne für Reiten und Stefan Zolles für Tennis.
Eingeladen zur Gala hatten die Stadt Wien und der Sportpool Wien. Sportstadtrat Peter Hacker von der SPÖ zählte zu den Gästen der Veranstaltung.
Förderstruktur für Wiener Leistungssport
Der Sportpool Wien wurde 2010 gegründet und setzt sich seither für die Förderung des Wiener Nachwuchs- und Leistungssports ein. Die Organisation unterstützt Athletinnen und Athleten in olympischen und paralympischen Sportdisziplinen und finanziert sich durch Mittel der Stadt Wien sowie durch Unternehmen und Partner aus der Wirtschaft. Seit der Gründung wurden nach eigenen Angaben mehr als eine Million Euro an Fördergeldern ausgeschüttet.
Solche kommunalen Förderstrukturen sind in vielen österreichischen Städten ein wesentlicher Baustein für den Leistungssport abseits der großen internationalen Förderprogramme. Öffentliche Mittel und private Wirtschaftspartner ergänzen sich dabei häufig, um Trainings-, Wettkampf- und Ausrüstungskosten für Athletinnen und Athleten zu decken, die nicht allein von Verbandsförderungen oder Sponsoring großer Konzerne profitieren. Gerade im paralympischen und im Special-Olympics-Bereich gelten solche regionalen Initiativen oft als wichtige Ergänzung zu bundesweiten Förderprogrammen, da sie zusätzliche Sichtbarkeit für Disziplinen schaffen, die im medialen Alltag seltener im Mittelpunkt stehen.
Gala-Veranstaltungen wie das Fest der Wiener Sportstars dienen in diesem Zusammenhang nicht nur der Ehrung einzelner Erfolge, sondern auch der öffentlichen Würdigung eines breiten Spektrums an Sportarten, von Mannschaftssport über Einzeldisziplinen bis hin zu paralympischen und inklusiven Wettbewerben wie den Special Olympics.





