Austria Wien hat das Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde der Women’s Champions League gegen Brann Bergen mit 1:2 verloren. Die Partie in Norwegen endete nach einem 1:1 zur Halbzeit mit einem Treffer von Lauren Davidson in der 62. Minute, der Brann Bergen den Sieg sicherte. Das Rückspiel findet kommenden Dienstag in Wien statt, Anpfiff ist um 18:00 Uhr, die Übertragung in ORF1 beginnt um 17:45 Uhr.
Elfmeter-Nachschuss entscheidet Partie in Bergen
Vor rund 1.800 Zuschauern ging Brann Bergen in der 22. Minute durch Nea Lehtola in Führung. Die Norwegerin verwandelte einen Eckball direkt zum 1:0. Nur wenige Minuten später, in der 25. Minute, blieb ein Handspiel von Brenna Lovera im Strafraum von Brann Bergen ohne Konsequenzen. Direkt im Anschluss, in der 26. Minute, glich Elisa Pfattner nach einem Eckball für Austria Wien zum 1:1 aus.
Die Entscheidung fiel in der zweiten Halbzeit. Schiedsrichterin Alina Pesu entschied in der 60. Minute nach einem Kontakt von Lotta Cordes an Lauren Davidson auf Elfmeter. Torfrau Jasmin Pal hielt den fälligen Strafstoß von Davidson, doch im Nachschuss verwertete die Brann-Spielerin den Abpraller in der 62. Minute zum 2:1-Endstand. Verena Hanshaw war kurz vor der Partie aus privaten Gründen abgereist und stand dem Team in Bergen nicht zur Verfügung.
Weg der Austria durch die Qualifikation
Austria Wien hatte sich in der zweiten Qualifikationsrunde in zwei Duellen durchgesetzt: gegen Hajduk Split gab es einen 3:2-Erfolg, gegen Farul Constanta setzte sich das Team klar mit 5:0 durch. Der amtierende österreichische Double-Sieger trifft in der dritten Runde nun auf den norwegischen Meister Brann Bergen. Kapitänin Carina Wenninger und Trainer Stefan Kenesei führen die Mannschaft in das entscheidende Rückspiel, das über den Aufstieg in die Ligaphase des Bewerbs entscheidet.
Bedeutung der dritten Qualifikationsrunde
Die dritte Qualifikationsrunde der Women’s Champions League bildet grundsätzlich die letzte Hürde vor dem Einzug in die Ligaphase des Wettbewerbs. Vereine, die diese Runde erfolgreich bestehen, sichern sich damit den Verbleib im höchsten europäischen Klubwettbewerb im Frauenfußball. Für den Aufstieg in die Ligaphase ist bei solchen Duellen üblicherweise die Addition der Ergebnisse aus Hin- und Rückspiel entscheidend. Scheidet ein Team in dieser Phase aus, sieht das Format meist eine Alternative vor: Der jeweilige Verein wechselt in den Women’s Europa Cup, der als zweiter europäischer Wettbewerb im Frauenfußball etabliert wurde und Klubs, die den Sprung in die Champions-League-Ligaphase verpassen, eine weitere internationale Perspektive bietet.
Mit dem Aufstieg in die Ligaphase sind für die teilnehmenden Vereine auch wirtschaftliche Aspekte verbunden. Die Verbandsstruktur der Europäischen Fußball-Union sieht für die Teilnahme an der Ligaphase der Women’s Champions League Startgelder vor, die den Klubs zusätzliche finanzielle Mittel für den laufenden Spielbetrieb verschaffen. Im konkreten Fall würde ein Aufstieg von Austria Wien ein Startgeld von 505.000 Euro bedeuten. Bleibt der Aufstieg aus, wechselt die Mannschaft laut Wettbewerbsformat in die zweite Qualifikationsrunde des Women’s Europa Cup, wo sich eine neue Ausgangslage für die internationale Saison ergäbe.
Das Rückspiel in Wien wird zeigen, ob Austria Wien den Rückstand aus dem Hinspiel aufholen kann. Nach dem 1:2 in Bergen benötigt die Mannschaft einen Sieg mit mindestens zwei Toren Differenz, um ohne Verlängerung in die Ligaphase einzuziehen, oder alternativ ein Ergebnis, das nach den Regularien des Wettbewerbs zum Weiterkommen reicht.








