Beim Challenger-Turnier in Tulln haben am Dienstag alle drei angetretenen österreichischen Spieler ihre Auftaktpartien gewonnen. Lukas Neumayer, Filip Misolic und Nico Hipfl setzten sich jeweils in zwei Sätzen durch und gaben dabei keinen Satz ab.
Drei glatte Siege für das österreichische Trio
Der als Nummer fünf gesetzte Lukas Neumayer besiegte den russischen Qualifikanten Swjatoslaw Gulin mit 6:4 und 6:2. Neumayer war 2024 bereits Finalist des Turniers in Tulln. In der nächsten Runde trifft er auf den Argentinier Juan Manuel La Serna.
Filip Misolic, der eine Wildcard für das Turnier erhalten hatte, setzte sich gegen den als Nummer sieben gesetzten Deutschen Henri Squire mit 6:4 und 6:0 durch. Für Misolic war es der erste Sieg seit Jänner. Bei den US Open hatte er zuvor nach einer sechsmonatigen Verletzungspause sein Comeback gegeben.
Ebenfalls mit einer Wildcard ausgestattet war Nico Hipfl, der den Tschechen Hynek Barton mit 6:3 und 6:3 bezwang. Für Hipfl war es der erste Sieg im Hauptbewerb eines Challenger-Turniers überhaupt. Als nächster Gegner wartet auf ihn der als Nummer acht gesetzte Argentinier Alex Barrena.
Bedeutung von Challenger-Turnieren im Tennis-Kalender
Challenger-Turniere bilden die zweithöchste Wettbewerbsebene im internationalen Herrentennis unterhalb der ATP-Tour. Sie dienen Spielern grundsätzlich dazu, Ranglistenpunkte zu sammeln, um sich für höherklassige Turniere zu qualifizieren oder eine bessere Ausgangsposition bei der Setzliste zu erreichen. Für Nachwuchsspieler und Profis nach längeren Verletzungspausen stellen solche Turniere häufig eine wichtige Zwischenstufe dar, um wieder an Matchpraxis und Selbstvertrauen zu gewinnen.
Wildcards, wie sie sowohl Misolic als auch Hipfl in Tulln erhielten, werden von den Turnierveranstaltern üblicherweise an Lokalmatadore oder vielversprechende Nachwuchsspieler vergeben, die sich sonst nicht direkt über die Weltrangliste für das Hauptfeld qualifiziert hätten. Damit erhalten heimische Akteure bei solchen Turnieren traditionell die Gelegenheit, vor eigenem Publikum gegen international etablierte Gegner anzutreten.
Das Turnier in Tulln wird live in ORF1 und ORF Sport+ übertragen.








