Duplantis holt vierten EM-Titel mit Championship-Rekord von 6,15 Metern

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Armand Duplantis hat bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham seinen vierten EM-Titel im Stabhochsprung gewonnen. Der 26-jährige Schwede setzte sich am Sonntag im Alexander Stadium mit einer Höhe von 6,15 m durch und stellte damit einen Championship-Rekord auf. Auf einen Angriff auf seinen Weltrekord von 6,31 m verzichtete er.

Enger Wettkampf an der Spitze

Duplantis stieg bei 5,55 m in den Wettkampf ein und übersprang 5,85 m im Anschluss erfolgreich. Bei 6,00 m riss die Latte im ersten Versuch, der zweite Anlauf gelang. Danach steigerte er sich weiter: Beim fünften Sprung überquerte er 6,10 m, beim sechsten schließlich 6,15 m. Die Konkurrenz blieb darunter. Emmanouil Karalis aus Griechenland sicherte sich mit 6,00 m Silber, verbrauchte seinen letzten Versuch jedoch bei 6,20 m. Bronze ging an Baptiste Thiery aus Frankreich, der 5,85 m übersprang.

Für Duplantis war es der erste Wettkampf nach einer Verletzungspause. Am 18. Juli hatte er in London wegen Oberschenkelproblemen auf seinen Versuch verzichtet. Zuvor, am 7. Juni, war ihm beim Diamond-League-Meeting in Stockholm seine erste Niederlage seit fast drei Jahren unterlaufen. In sein privates Umfeld fielen zuletzt zwei einschneidende Ereignisse: Im Juni heiratete er das Model Desire Inglander, im Juli starb seine Großmutter Ingrid Hedlund.

Mit dem Titel in Birmingham baute Duplantis seine Erfolgsbilanz weiter aus. Er ist zweifacher Olympiasieger und dreifacher Weltmeister und gehört damit zu den prägendsten Athleten der laufenden Stabhochsprung-Ära.

Weitere Titel bei der EM in Birmingham

Auch abseits des Stabhochsprungs setzte die Europameisterschaft klare Akzente. Die britische Sprinterin Amy Hunt gewann bei der Heim-EM insgesamt vier Goldmedaillen. Sie siegte über 100 m und über 200 m, holte Gold mit der britischen 4-x-100-m-Staffel und krönte ihre Bilanz am Schlusstag mit dem Erfolg im Mixed-Quartett über 100 m.

Im Weitsprung der Frauen setzte sich Larissa Iapichino aus Italien mit 7,00 m durch. Jazmin Sawyers aus Großbritannien wurde mit 6,99 m Zweite, Hilary Kpatcha aus Frankreich mit 6,98 m Dritte. Die deutsche Olympiasiegerin Malaika Mihambo kam auf 6,94 m und belegte damit Rang fünf. Im Speerwurf gewann Sara Kolak aus Kroatien mit einer Weite von 62,43 m.

Der Stabhochsprung als technische Disziplin

Der Stabhochsprung zählt zu den technisch anspruchsvollsten Disziplinen der Leichtathletik. Athletinnen und Athleten nutzen einen flexiblen Fiberglas- oder Carbonstab, um sich über eine möglichst hohe Latte zu katapultieren. Entscheidend sind dabei neben der Anlaufgeschwindigkeit auch der exakte Absprungzeitpunkt, die Körperspannung während der Stabbiegung sowie die Körperrotation über der Latte. Kleinste Fehler im Bewegungsablauf können über Erfolg oder Misserfolg eines Sprungs entscheiden.

Bei internationalen Meisterschaften gilt üblicherweise ein Modus, bei dem die Latte in vorab festgelegten Stufen erhöht wird. Athletinnen und Athleten haben pro Höhe in der Regel drei Versuche, können jedoch einzelne Höhen auslassen, um Kräfte zu sparen. Scheitern drei aufeinanderfolgende Versuche unabhängig von der Höhe, scheidet der Wettkämpfer aus. Diese Regel führt häufig zu taktischen Entscheidungen darüber, bei welcher Höhe man einsteigt oder aussetzt, wie es auch im Verlauf des Wettkampfs in Birmingham bei mehreren Teilnehmern erkennbar war.

Rekorde bei Meisterschaften werden von Weltrekorden unterschieden: Ein Championship-Rekord bezieht sich ausschließlich auf die beste jemals bei dieser spezifischen Meisterschaftsserie erzielte Weite oder Höhe, während der Weltrekord die global beste je gemessene Leistung unabhängig vom Wettbewerb darstellt. Athletinnen und Athleten entscheiden nach dem Erreichen einer Siegeshöhe häufig individuell, ob sie zusätzliche, risikoreichere Versuche auf noch größere Höhen unternehmen oder den Wettkampf an dieser Stelle beenden.

Verletzungen im Oberschenkelbereich gehören bei Sprung- und Sprintdisziplinen zu den häufigeren Beschwerden, da beim Absprung und bei der Anlaufbeschleunigung hohe mu