Eva Pinkelnig zurück auf der Schanze: Erste Trainingssprünge nach schwerer Verletzung

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Eva Pinkelnig hat am Donnerstag in Tschagguns ihre ersten Trainingssprünge seit knapp zwölf Monaten absolviert. Für die 38-jährige Skispringerin war es die Rückkehr auf die Schanze, nachdem sie sich am 18. September 2025 beim Sommer Grand Prix in Predazzo schwer verletzt hatte.

Erste Sprünge nach langer Pause

Genau ein Jahr nach ihrer Verletzung in Predazzo stand Pinkelnig wieder auf der Schanze in Tschagguns. Zunächst absolvierte sie Testfahrten im Auslauf, bevor die eigentlichen Trainingssprünge folgten. In den vergangenen Monaten hatte die Vorarlbergerin nicht stillgestanden: Im Windkanal sammelte sie Flugmeilen, um sich auf die Rückkehr in den Schneesport vorzubereiten.

Betreut wird Pinkelnig von Thomas Diethart, der als Cheftrainer für die Damen im Skisprung verantwortlich ist. Der Weltcup-Auftakt der Saison ist für November in Lillehammer angesetzt.

Rehabilitation nach schweren Sprungunfällen

Bei vergleichbaren Verletzungen im Skispringen erfolgt der Wiedereinstieg in den Trainingsbetrieb üblicherweise in mehreren Stufen. Grundsätzlich beginnt die Rückkehr zur Schanze mit einfachen Bewegungsabläufen und Testfahrten im flacheren Auslaufbereich, bevor vollständige Sprünge aus größerer Höhe folgen. Diese schrittweise Steigerung soll die Belastung für den Körper kontrollierbar halten und ermöglicht es den Trainern, den Fortschritt genau zu beobachten.

Der Windkanal gehört im Skisprungsport längst zu den festen Bestandteilen der Vorbereitung, insbesondere wenn ein Aufenthalt auf der Schanze aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist. Athletinnen und Athleten können dort die Flugphase simulieren, Körperposition und Windwiderstand optimieren, ohne dabei dem eigentlichen Sprunggeschehen mit seinen typischen Belastungen bei Absprung und Landung ausgesetzt zu sein. Für Sportlerinnen nach längeren Verletzungspausen bietet dieses Training eine Möglichkeit, das Gefühl für die Flugposition zu erhalten, während der restliche Bewegungsapparat noch nicht vollständig belastbar ist.

Die Rolle der Cheftrainer im Damen-Skisprung umfasst neben der sportlichen Planung auch die enge Abstimmung mit medizinischem Personal, wenn Athletinnen nach Verletzungen in den Trainingsbetrieb zurückkehren. Üblicherweise wird der Umfang der Sprünge in solchen Phasen individuell angepasst und schrittweise gesteigert, bis wieder eine volle Trainingsbelastung möglich ist.

Bis zum Weltcup-Auftakt in Lillehammer im November bleibt Zeit für weitere Trainingseinheiten. In der Vorbereitungsphase des Skisprung-Weltcups nutzen die Nationalmannschaften die Herbstmonate traditionell für Schanzentraining auf unterschiedlichen Anlagen, um rechtzeitig zum Saisonstart die notwendige Form und Sprungtechnik zu finden.