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Vom 20. bis 27. September 2026 wird Montreal in Kanada Schauplatz der Rad-Straßen-Weltmeisterschaft. Österreichs 13-köpfiges Aufgebot wird von Felix Gall angeführt. Der 28-jährige Osttiroler, in dieser Saison Zweiter beim Giro d’Italia und zuletzt Dritter bei der Vuelta, bestreitet das Straßenrennen der Männer am 27. September gemeinsam mit Patrick Konrad und Felix Großschartner.
Österreichisches Aufgebot in mehreren Bewerben
Im Frauen-Straßenrennen, das am 26. September ausgetragen wird, gehen Christina Schweinberger, Katharina Sadnik und Carina Schrempf für Österreich an den Start. Schweinberger ist zudem bereits am Sonntag, 20. September, im Einzelzeitfahren über 39,2 Kilometer gemeldet. Für die 29-jährige Tirolerin ist dieses Rennen der erste Wettkampf seit einem Sturz bei der Tour de France Femmes, bei dem sie sich einen Handgelenksbruch zugezogen hatte. Im Einzelzeitfahren der Herren ist hingegen kein österreichischer Fahrer vertreten.
Auch im Nachwuchsbereich ist der österreichische Radverband vertreten. Niklas Wiesmayr, 16 Jahre alt und aus Oberösterreich, gibt am Dienstag, 22. September, im Zeitfahren der Junioren seine WM-Premiere. Wiesmayr hatte vor einem Jahr beim Youth Olympic Festival in Nordmazedonien Gold im Straßenrennen gewonnen. Beim Straßenrennen der Junioren am 24. September tritt er gemeinsam mit Michael Hettegger, Michael Ortner und Santiago Wrolich an. Im U23-Straßenrennen der Männer am 25. September sind Anatol Friedl und Valentin Hofer im Einsatz, im Einzelzeitfahren der Frauen U23 am 21. September startet Tabea Huys über 20,5 Kilometer. Sportdirektor des österreichischen Radverbands ist Roland Pils.
Anspruchsvolle Strecken in und um Brossard
Beide Elite-Straßenrennen starten in Brossard. Die Männer legen dabei 273 Kilometer und 3.800 Höhenmeter zurück, ehe nach einer Anfahrt von 112,4 Kilometern der finale Rundkurs mit drei Anstiegen beginnt. Bei den Frauen umfasst die Strecke 180 Kilometer und 2.600 Höhenmeter, der abschließende Rundkurs setzt nach 72,8 Kilometern ein. Der Zeitfahrparcours über 39,2 Kilometer gilt hingegen als eher flach.
Das Einzelzeitfahren der Elite-Frauen beginnt am 20. September um 15:00 Uhr, jenes der Elite-Männer folgt am selben Tag um 18:45 Uhr. Das Zeitfahren der Junioren über 20,5 Kilometer ist für den 22. September, 18:15 Uhr, angesetzt.
Titelkämpfe als Höhepunkt der Radsportsaison
Die Rad-Straßen-Weltmeisterschaft gehört neben den Grand Tours zu den bedeutendsten Terminen im internationalen Straßenradsport. Anders als bei mehrwöchigen Rundfahrten treten die Fahrer bei der WM nicht für Radsportteams, sondern für ihre jeweiligen Nationalverbände an. Das bedeutet, dass Konkurrenten aus dem Vereinsradsport im Nationaltrikot zeitweise zusammenarbeiten müssen, um gemeinsame Landsleute im entscheidenden Moment zu unterstützen.
Die Streckenführung mit Anstiegen im Schlussabschnitt, wie sie auch in Montreal vorgesehen ist, begünstigt in der Regel Fahrer mit guten Kletterfähigkeiten, während flachere Zeitfahrkurse eher spezialisierten Zeitfahrern entgegenkommen. Juniorenrennen und U23-Wettbewerbe finden im Rahmenprogramm der Elite-Bewerbe statt und dienen häufig als erste internationale Bühne für Nachwuchsfahrer, bevor diese in den Profibereich wechseln. Ein früher Erfolg auf Junioren-Ebene, wie ihn etwa Felix Gall 2015 in Richmond mit dem Titel des Juniorenweltmeisters im Straßenrennen erzielte, gilt in der Szene mitunter als Hinweis auf spätere Karriereperspektiven, ohne dass daraus eine Erfolgsgarantie abzuleiten wäre.
Verletzungen und Stürze, wie sie im Straßenradsport auch auf höchstem Niveau immer wieder vorkommen, können die Wettkampfplanung einzelner Athletinnen und Athleten kurzfristig verändern. Die Rückkehr in den Wettkampfbetrieb nach einer Verletzungspause erfolgt in solchen Fällen häufig schrittweise und wird individuell an den Heilungsverlauf angepasst.
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