Felix Gall hält bei der Vuelta Platz zwei – nur vier Sekunden vor Roglic

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Felix Gall liegt bei der Vuelta a España derzeit auf Platz zwei der Gesamtwertung. Der Osttiroler hat 2:06 Minuten Rückstand auf den Führenden, verfügt aber über einen Vorsprung auf Enric Mas, der die Gesamtwertung auf Rang drei anführt. Nur vier Sekunden hinter Gall liegt der viermalige Vuelta-Sieger Primoz Roglic.

Gall im Spitzenfeld der Gesamtwertung

Gall tritt bei der Vuelta als Kapitän des Teams Decathlon-AG2R an. Bereits im Mai hatte er beim Giro d’Italia mit dem zweiten Gesamtrang für Aufsehen gesorgt. Vor dem vergangenen Wochenende musste sein Teamkollege Gregor Mühlberger die Rundfahrt verlassen.

Auf Rang drei der Gesamtwertung liegt Enric Mas, der bislang als stärker als Gall eingeschätzt wurde. Der 31-Jährige vom Movistar-Team war bei der Vuelta bereits dreimal Zweiter und einmal Dritter, zuletzt 2024. Primoz Roglic, slowenischer Olympiasieger und viermaliger Gewinner der spanischen Rundfahrt, liegt mit nur vier Sekunden Rückstand auf Gall in unmittelbarer Reichweite des zweiten Platzes.

Tadej Pogacar, der zuvor als einer der Favoriten gehandelt worden war, schied nach einem Sturz aus dem Rennen aus. Insgesamt haben bei dieser Ausgabe der Vuelta bereits 34 Fahrer aufgegeben. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf Temperaturen von über 40 Grad, die zuletzt herrschten. Das jüngste Interview mit Gall fand am vergangenen Ruhetag statt.

Entscheidende Etappen stehen noch bevor

Der Ausgang der Gesamtwertung ist noch offen. Für Samstag ist eine als extrem schwer eingestufte Etappe angesetzt, am Sonntag folgt ein Rundkurs in Granada. Zusätzlich steht noch ein 32 Kilometer langes Einzelzeitfahren aus, das in der Gesamtwertung erfahrungsgemäß deutliche Zeitunterschiede zwischen den Fahrern mit sich bringen kann.

Hitze als zusätzliche Belastung

Grundsätzlich stellen hohe Temperaturen bei mehrwöchigen Rundfahrten wie der Vuelta eine erhebliche zusätzliche Belastung für die Fahrer dar. Der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt des Körpers gerät bei stundenlangen Anstrengungen in extremer Hitze deutlich schneller aus dem Gleichgewicht als bei gemäßigten Bedingungen. Das erhöht das Risiko von Kreislaufproblemen und kann Stürze begünstigen, etwa durch nachlassende Konzentration oder Kraftverlust in entscheidenden Rennsituationen.

Teams reagieren auf solche Bedingungen üblicherweise mit angepasster Renntaktik, zusätzlicher Flüssigkeitszufuhr während der Etappen und einer engmaschigeren medizinischen Betreuung. Dennoch bleibt bei anhaltender Hitze das Risiko von Ausfällen im Fahrerfeld erhöht, wie es sich in der aktuellen Zahl der Aufgaben bei dieser Vuelta-Ausgabe zeigt. Laut Ankündigung soll sich die Hitzewelle in den kommenden Tagen abschwächen, punktuell werden aber weiterhin deutlich über 30 Grad erwartet.

Bei einer dreiwöchigen Rundfahrt wie der Vuelta a España entscheidet sich die Gesamtwertung häufig erst auf den letzten Bergetappen oder im abschließenden Zeitfahren. Zeitfahren wie das noch ausstehende über 32 Kilometer gelten als eigene Disziplin innerhalb des Rennens, bei der individuelle Fähigkeiten ohne taktische Windschattenhilfe des Feldes zum Tragen kommen. Für die Gesamtwertung kann ein solches Zeitfahren daher unabhängig von den vorangegangenen Bergetappen noch einmal deutliche Verschiebungen bringen.