In Kleßheim bei Salzburg treffen am Mittwoch Paris St. Germain und Aston Villa im Fußball-Supercup aufeinander. Für die Partie werden knapp 30.000 Zuschauer erwartet. Rund um das Stadion laufen umfangreiche Sicherheits- und Vorbereitungsmaßnahmen.
Abgedeckte Logos und gesperrtes Gelände
Im Stadion mussten sämtliche Red-Bull-Logos und Vereinsaufschriften abgedeckt werden. Diese Vorgabe wurde bereits vollständig umgesetzt. Das gesamte Gelände ist zusätzlich mit Stahlgittern abgesperrt. Zutritt erhält ausschließlich, wer über eine gültige Akkreditierung verfügt. Nach Angaben der Verantwortlichen sind derzeit fast 4.000 solcher Akkreditierungen im Umlauf. Stephan Reiter, Geschäftsführer des Stadions, ist in die organisatorischen Vorbereitungen eingebunden.
Zu den Personen, die zu dem Spiel eingeladen wurden, zählen der französische Premier Emanuel Macron und Prinz William. Für die Sicherheit vor Ort ist unter anderem der Salzburger Landespolizeidirektor Bernhard Rausch verantwortlich. Die Polizei setzt beim Einsatz eigene Drohnen ein, die sowohl zur Überwachung des Geländes als auch zur Abwehr fremder Drohnen genutzt werden.
Erfahrungen aus früheren Sicherheitsvorfällen
Bei den Sicherheitsüberlegungen spielen frühere Vorfälle bei Großveranstaltungen eine Rolle. 2015 wurde vor dem Stade de France beim Länderspiel zwischen Frankreich und Deutschland Sprengstoff gezündet. Zudem gab es jüngst Zwischenfälle mit Drohnen am Flughafen Leipzig in Deutschland. Solche Ereignisse werden bei der Sicherheitsplanung von Großveranstaltungen im Fußball grundsätzlich als Referenzpunkte herangezogen, auch wenn sie sich an anderen Orten und in anderem Zusammenhang ereigneten.
Sicherheitskonzepte bei internationalen Fußballspielen
Bei international bedeutsamen Fußballpartien mit hohem Zuschaueraufkommen gelten üblicherweise mehrstufige Sicherheitskonzepte. Diese umfassen in der Regel eine klare Zonierung des Geländes, kontrollierte Zugänge sowie eine enge Abstimmung zwischen Vereinen, Verbänden und den örtlichen Sicherheitsbehörden. Akkreditierungssysteme dienen dabei dazu, den Zutritt zu sensiblen Bereichen auf einen überschaubaren und überprüfbaren Personenkreis zu beschränken.
Auch der Einsatz von Drohnentechnik hat sich bei größeren Veranstaltungen zu einem festen Bestandteil moderner Sicherheitsarbeit entwickelt. Polizeibehörden nutzen unbemannte Fluggeräte zur Lageerkundung aus der Luft, etwa um Zufahrtswege, Zuschauerströme oder das Umfeld eines Stadions im Blick zu behalten. Gleichzeitig gewinnt die Abwehr fremder, nicht angemeldeter Drohnen an Bedeutung, da diese potenziell für Störungen oder Sicherheitsrisiken genutzt werden könnten. Entsprechende Abwehrsysteme sollen unautorisierte Flugobjekte im Umfeld von Veranstaltungsorten erkennen und im Bedarfsfall neutralisieren.
Kommerzielle Kennzeichnungen wie Vereins- oder Sponsorenlogos werden bei internationalen Wettbewerben regelmäßig abgedeckt, wenn Vorgaben des jeweiligen Verbands dies vorsehen. Solche Regelungen betreffen häufig Werbeflächen, die nicht mit den offiziellen Sponsoren des Wettbewerbs übereinstimmen, und sollen eine einheitliche Außendarstellung der Veranstaltung sicherstellen.






