Julia Grabher hat einen Fixplatz für den Hauptbewerb der US Open erhalten. Die 30-jährige Vorarlbergerin, aktuell auf WTA-Rang 114 geführt, profitiert von Absagen mehrerer besser gereihter Spielerinnen. Damit erspart sich Grabher den Umweg über die Qualifikation und steht direkt im Hauptfeld des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres, das am 31. August in New York beginnt.
Grabhers Weg ins Hauptfeld
Julia Grabher rückte in das Teilnehmerfeld der US Open nach, nachdem mehrere Spielerinnen mit besserer Weltranglistenposition ihre Teilnahme abgesagt hatten. Für die Vorarlbergerin bedeutet der Fixplatz, dass sie sich die Qualifikationsrunde spart und direkt im Hauptbewerb antritt. Neben Grabher sind auch Anastasia Potapova, die auf WTA-Rang 25 geführt wird, sowie Lilli Tagger (WTA-Nr. 48) und Sinja Kraus (WTA-Nr. 86) im Hauptfeld der Damenkonkurrenz vertreten. Insgesamt stehen damit mindestens fünf österreichische Spielerinnen und Spieler im Hauptbewerb der US Open.
Bei den Herren ist die Ausgangslage anders. Filip Misolic, auf ATP-Rang 530 notiert, ist dank eines geschützten Rankings fix im Hauptfeld vertreten und damit der einzige ÖTV-Spieler, der sich die Qualifikation ersparen kann. Sebastian Ofner (ATP-Nr. 125), Jurij Rodionov (ATP-Nr. 143), Joel Schwärzler (ATP-Nr. 171) und Lukas Neumayer (ATP-Nr. 191) müssen dagegen den Weg über die Qualifikationsrunde nehmen, um sich für den Hauptbewerb zu qualifizieren.
Die US Open finden in New York statt und gelten als letztes der vier Major-Turniere des Tenniskalenders. Das Turnier ist mit insgesamt 108 Millionen Dollar dotiert. Das Hauptfeld der Herrenkonkurrenz umfasst 128 Spieler.
Vergabe von Fixplätzen im Grand-Slam-Tennis
Grundsätzlich richtet sich die Zusammensetzung eines Grand-Slam-Hauptfelds nach der aktuellen Weltrangliste zum Meldeschluss. Spielerinnen und Spieler mit ausreichend hoher Platzierung erhalten einen direkten Startplatz, während weiter unten Gereihte zunächst in die Qualifikation müssen. Sagt eine für den Hauptbewerb gemeldete Person ihre Teilnahme ab, etwa wegen Verletzung oder anderer Gründe, rückt die nächstplatzierte Person aus der Warteliste nach. Solche Nachrückplätze können sich kurzfristig ergeben und eröffnen Spielerinnen und Spielern, die sonst den Umweg über die Qualifikation nehmen müssten, einen direkten Einzug ins Hauptfeld.
Ein geschütztes Ranking, wie es im Fall von Filip Misolic zur Anwendung kommt, wird üblicherweise nach längeren verletzungsbedingten Pausen vergeben. Es erlaubt Spielerinnen und Spielern, sich für eine bestimmte Anzahl an Turnieren weiterhin auf Basis ihrer früheren, meist deutlich besseren Platzierung zu melden, obwohl ihre aktuelle Weltranglistenposition durch die Pause abgesunken ist. Dieses Instrument soll verhindern, dass eine Verletzung allein über den weiteren sportlichen Werdegang entscheidet.
Die Qualifikationsrunde bei Grand-Slam-Turnieren dient dazu, aus einem größeren Feld von Bewerberinnen und Bewerbern zusätzliche Startplätze für den Hauptbewerb zu vergeben. Üblicherweise wird die Qualifikation in mehreren Runden ausgetragen, wobei am Ende eine begrenzte Zahl an Plätzen für das Hauptfeld frei wird. Für Spielerinnen und Spieler außerhalb der direkten Ranglistenplätze ist dieser Weg oft die einzige Möglichkeit, bei einem Major-Turnier anzutreten.







