Israels Teamchef vor Spiel in Linz: Sechs MLS-Legionäre erst nach Jom Kippur angereist

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Österreich empfängt Israel am Donnerstag zu einem Nations-League-Spiel in Linz. Die Partie wird ab 20.15 Uhr live in ORF1 übertragen, angepfiffen wird um 20.45 Uhr. Israels Teamchef Ran Ben Schimon äußerte sich am Mittwoch zur österreichischen Mannschaft und ging dabei auch auf die Vorbereitung seines eigenen Teams ein.

Späte Anreise aus den USA

Sechs Spieler aus dem israelischen Kader stehen in der Major League Soccer unter Vertrag. Diese sechs Akteure trafen erst am Mittwochfrüh bei der Mannschaft ein, nur einen Tag vor dem Spiel in Linz. Grund für die kurzfristige Anreise war der jüdische Feiertag Jom Kippur, der von Sonntagabend bis Montagabend begangen wurde. Das traditionelle Judentum untersagt während Jom Kippur das Reisen. Das Sextett flog daher erst am Dienstag aus den USA ab.

Zu den Spielern, die in der Major League Soccer aktiv sind, zählt nicht der Offensivspieler Manor Solomon, der für den englischen Klub West Ham United spielt. Ben Schimon, seines Zeichens 55 Jahre alt, nahm die späte Anreise seiner MLS-Legionäre in seinen Aussagen vom Mittwoch zum Anlass, sich zur Ausgangslage vor dem Duell mit Österreich zu äußern.

Auf österreichischer Seite fehlen im ÖFB-Team mehrere Spieler. Welche konkreten Akteure dem Team nicht zur Verfügung stehen, wurde nicht näher spezifiziert.

Reisen über Zeitzonen als Belastung für Nationalteams

Interkontinentale Anreisen kurz vor Länderspielen gehören für Nationalmannschaften zu den wiederkehrenden organisatorischen Herausforderungen. Spieler, die in Ligen außerhalb Europas aktiv sind, müssen häufig weite Strecken und mehrere Zeitzonen überwinden, bevor sie sich einer Nationalmannschaft anschließen können. Die Major League Soccer in den USA und Kanada ist für europäische Nationalteams eine der Ligen, aus denen Spieler regelmäßig mit vergleichsweise kurzem zeitlichen Vorlauf anreisen.

Grundsätzlich gilt eine kurze Vorbereitungszeit als Erschwernis für die taktische Integration ins Mannschaftsgefüge. Eingespielte Automatismen, gemeinsames Training und die Abstimmung mit dem restlichen Kader benötigen üblicherweise mehrere Tage. Je nach Reisedauer und Zeitverschiebung kommen zudem Effekte wie Jetlag hinzu, die sich auf die körperliche Verfassung auswirken können.

Religiöse Feiertage können solche Reiseplanungen zusätzlich beeinflussen. Jom Kippur, der höchste jüdische Feiertag, wird nach dem jüdischen Kalender als Tag der Umkehr und Buße begangen. Er ist geprägt von striktem Fasten und weitreichenden Einschränkungen des Alltagslebens, wozu nach traditioneller Auslegung auch der Verzicht auf Reisen zählt. Für Sportler, die diesen Feiertag einhalten, kann sich dadurch der Zeitraum für eine internationale Anreise entsprechend verkürzen.

Nations League als Wettbewerbsformat

Die Nations League der UEFA wurde eingeführt, um Länderspielen außerhalb großer Turniere einen stärkeren Wettbewerbscharakter zu verleihen. Die teilnehmenden Nationalmannschaften werden dabei in unterschiedliche Divisionen eingeteilt und spielen in Gruppen gegeneinander. Die Ergebnisse können neben der reinen Platzierung auch Auswirkungen auf die Qualifikation für weitere internationale Wettbewerbe haben. Für die beteiligten Verbände bietet das Format zusätzliche Pflichtspiele mit sportlicher Relevanz, die über freundschaftliche Vergleiche hinausgehen.