Der Kanadier Jack Burke hat den Ötztaler Radmarathon 2026 gewonnen. Burke, der in Tirol wohnhaft ist, unterbot dabei den bisherigen Streckenrekord von Mathias Nothegger aus dem Jahr 2019 um fast 18 Minuten. Rund 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren am frühen Morgen in Sölden zu dem Amateurrennen über 227 Kilometer und 5.500 Höhenmeter gestartet.
Neuer Streckenrekord und Podium in Sölden
Jack Burke setzte sich beim diesjährigen Ötztaler Radmarathon an die Spitze des Feldes und stellte mit seiner Zeit einen neuen Streckenrekord auf. Er verbesserte die bisherige Bestmarke von Mathias Nothegger, die seit 2019 Bestand hatte, um fast 18 Minuten.
Auf Platz zwei kam Daniel Federspiel aus Imst ins Ziel. Federspiel war im vergangenen Jahr der Sieger des Rennens gewesen und belegte diesmal den zweiten Rang. Den dritten Platz sicherte sich Miguel Brugger aus Sautens im vorderen Ötztal, ein ehemaliger Rennrodler.
Der Wettkampf begann um 6.30 Uhr in Sölden, wo auch das Ziel liegt. Neben dem sportlichen Geschehen sorgte zudem ein Heiratsantrag beim diesjährigen Rennen für ein besonderes Ereignis abseits der reinen Wettkampfwertung.
Vier Alpenpässe auf 227 Kilometern
Die Strecke des Ötztaler Radmarathons führt von Sölden aus über insgesamt vier Alpenpässe. Zunächst geht es über den Kühtaier Sattel auf 2.025 Metern Höhe, bevor die Route zum Brenner auf 1.374 Metern führt, dem niedrigsten der vier Pässe. Von dort steigt die Strecke von Sterzing aus mit fast 1.200 Höhenmetern zum Jaufenpass auf 2.100 Metern an. Den Abschluss bildet das Timmelsjoch auf 2.476 Metern, bevor die Fahrerinnen und Fahrer wieder nach Sölden zurückkehren.
Anspruchsvolle Höhenmeter im alpinen Gelände
Strecken mit mehreren aufeinanderfolgenden Alpenpässen gelten im Radsport grundsätzlich als besonders anspruchsvoll, da sich Höhenmeter und wechselnde Steigungsprofile über eine lange Distanz summieren. Bei vergleichbaren Rennen stellt insbesondere der Wechsel zwischen langen Anstiegen und technisch anspruchsvollen Abfahrten hohe Anforderungen an Ausdauer und Fahrtechnik der Teilnehmenden.
Amateurradmarathons mit mehreren tausend Startern erfordern zudem einen erheblichen organisatorischen Aufwand. Dazu zählen üblicherweise die Absicherung der Streckenabschnitte, die Verpflegung entlang der Route sowie medizinische Bereitschaft an neuralgischen Punkten wie Passhöhen oder langen Abfahrten. Solche Massenveranstaltungen im alpinen Raum sind in der Regel auf die enge Abstimmung zwischen Veranstaltern, Rettungsorganisationen und lokalen Behörden angewiesen, um den Ablauf über die gesamte Distanz sicherzustellen.







