Jürgen Klopp hat als neuer Bundestrainer des Deutschen Fußballbundes seinen ersten Kader vorgestellt. Für den Auftakt in die Nations League nominierte er insgesamt 44 Spieler, darunter 16 Akteure mit WM-Erfahrung sowie 16 Spieler ohne bisherigen Länderspieleinsatz.
Innerhalb von zwei Wochen stehen für die deutsche Mannschaft vier Partien an. Ende September trifft das Team auf die Niederlande und auf Griechenland, Anfang Oktober folgen Spiele gegen Serbien sowie ein weiteres Duell mit Griechenland.
Großer Kader für vier Partien in zwei Wochen
Mit 44 nominierten Spielern hat Klopp einen deutlich größeren Kreis berufen, als es für ein einzelnes Länderspiel üblich ist. Der Bundestrainer begründete diesen Schritt mit der Belastungssteuerung angesichts des dichten Terminplans. Da innerhalb von 14 Tagen vier Spiele auf dem Programm stehen, soll der Kader nach den ersten beiden Partien teilweise wechseln.
Der nominierte Kreis setzt sich je zur Hälfte aus Spielern mit WM-Erfahrung und aus Akteuren ohne bisherigen Einsatz im Nationaltrikot zusammen. Damit erhält ein Teil der Mannschaft bereits zum Auftakt der neuen Amtszeit Gelegenheit, sich in der Nationalmannschaft zu zeigen.
Gegner Niederlande, Griechenland und Serbien
Die Nations-League-Auftaktphase führt die deutsche Auswahl gegen drei unterschiedliche Kontrahenten. Ende September stehen die Begegnungen gegen die Niederlande und gegen Griechenland an. Anfang Oktober folgt das Spiel gegen Serbien, bevor erneut Griechenland als Gegner auf dem Programm steht.
Nach den ersten beiden Partien ist laut Klopp ein Wechsel innerhalb des Kaders vorgesehen. Dadurch soll die Substanz des Teams über den gesamten Zeitraum der vier Spiele erhalten bleiben.
Rotation als Antwort auf enge Terminfolge
Grundsätzlich stellt eine Häufung von Pflichtspielen innerhalb kurzer Zeit Nationalmannschaften regelmäßig vor Belastungsfragen. Anders als im Vereinsfußball, wo Trainingssteuerung und Regeneration über Wochen geplant werden können, müssen Nationaltrainer ihre Spieler in sehr kurzen Zusammenkünften auf mehrere Partien vorbereiten. Ein größerer Kaderkreis ermöglicht es, Spielzeiten zu verteilen und einzelne Akteure zwischen den Begegnungen zu schonen.
In der Nations League wird zudem in kurzen Abständen gegen wechselnde Gegner aus unterschiedlichen läuferischen und taktischen Anforderungsprofilen gespielt. Üblicherweise werten Trainerstäbe solche Formate auch als Gelegenheit, mehreren Spielern Einsatzzeiten zu geben, um die Kaderbreite für spätere Turniere zu testen. Eine Rotation zwischen zwei Spielblöcken, wie sie für den DFB-Kader vorgesehen ist, zählt in diesem Zusammenhang zu den gängigen Instrumenten, um Belastungsspitzen zu begrenzen.
Die Nations League selbst wurde als Wettbewerb eingeführt, um Länderspielpausen mit sportlich bedeutsameren Partien zu füllen, statt ausschließlich auf Freundschaftsspiele zu setzen. Die Ergebnisse fließen unter anderem in die Setzlisten künftiger Turnierqualifikationen ein, was den einzelnen Begegnungen zusätzliches Gewicht verleiht.





