Der amtierende österreichische Fußballmeister LASK empfängt am Freitag, den 14. August 2026, um 19.30 Uhr den SV Oberbank Ried zum Oberösterreich-Derby. Die Partie in der Raiffeisen Arena ist die dritte Runde der Admiral Bundesliga und zugleich das 70. Aufeinandertreffen der beiden Vereine. LASK führt die Tabelle nach drei Siegen aus drei Spielen und einem Torverhältnis von 12:0 an.
LASK mit makelloser Bilanz gegen einen Underdog
Der LASK ist mit einer beeindruckenden Serie in die neue Saison gestartet. Saisonübergreifend haben die Linzer acht Spiele in Folge gewonnen. Trainer Dietmar Kühbauer warnte dennoch vor dem Duell mit Ried und sagte: „Das Derby ist immer anders zu bewerten.“ Die jüngste Vergangenheit der beiden Klubs liefert dafür Anhaltspunkte: In der vergangenen Saison gewann Ried mit 3:1 in Linz, im Februar trennten sich beide Teams 1:1. Im Cupwettbewerb setzte sich der LASK im Halbfinale mit 2:1 nach Verlängerung gegen Ried durch. Nach diesem Sieg verweigerte Kühbauer seinem damaligen Gegenüber Maximilian Senft den Handshake.
Ried reist als Außenseiter nach Linz. Der Verein verlor am vergangenen Sonntag mit 1:2 gegen Rapid, zuvor hatte man 1:1 gegen Aufsteiger Austria Lustenau gespielt. Neuzugang Stefan Schwab brachte die Ausgangslage vor dem Derby auf den Punkt: „Wir gehen als Underdog in dieses Derby.“ Cheftrainer der Rieder ist der 41 Jahre alte Milos Despotovic.
Verabschiedung von Sasa Kalajdzic vor dem Anpfiff
Vor dem Spiel wird ÖFB-Stürmer Sasa Kalajdzic offiziell verabschiedet. Kalajdzic war in der Double-Saison des LASK von Wolverhampton an den Verein verliehen und kehrte im Sommer zu seinem englischen Klub zurück, der zuletzt aus der Premier League abgestiegen ist. Kühbauer äußerte sich mit Blick auf eine mögliche Rückkehr des Stürmers emotional: „Ich würde ihn durch Linz tragen, wenn er wieder zu uns kommt.“
Für den LASK steht nach dem Derby bereits das nächste bedeutende Spiel an: Am Mittwoch tritt die Mannschaft im Hinspiel bei Celtic in Glasgow an. Die Partie gegen den schottischen Klub gilt als letzte Hürde auf dem Weg in die Champions League. Trainer Kühbauer ist zudem am Sonntag um 18.15 Uhr in der ORF-Sendung „Fußball am Sonntag“ zu Gast.
Lange Tradition eines regionalen Kräftemessens
Derbys zwischen benachbarten Vereinen gelten im Fußball grundsätzlich als Spiele mit eigener Dynamik, bei denen Tabellenstand und aktuelle Form häufig eine geringere Rolle spielen als bei anderen Begegnungen. Regionale Rivalitäten, eine emotional aufgeladene Zuschauerkulisse und die besondere Bedeutung für die Fans beider Lager können dazu führen, dass solche Partien enger verlaufen als es die sportliche Ausgangslage vor dem Anpfiff vermuten lässt. Das gilt insbesondere dann, wenn ein Verein wie im vorliegenden Fall kurz vor oder nach einem europäischen Pflichtspiel personelle und mentale Ressourcen aufteilen muss.
Leihgeschäfte wie jenes von Sasa Kalajdzic sind im europäischen Profifußball ein gängiges Instrument, um Spielern Einsatzzeit zu verschaffen und Vereinen kurzfristig personelle Verstärkung zu ermöglichen, ohne eine dauerhafte Verpflichtung einzugehen. Nach Ablauf einer Leihe kehren Spieler in der Regel zu ihrem Stammverein zurück, von wo aus über die weitere sportliche Zukunft entschieden wird. Für den Verein, bei dem ein Spieler zuvor leihweise aktiv war, bleibt häufig eine besondere Verbindung bestehen, die sich in offiziellen Verabschiedungen oder öffentlichen Aussagen von Verantwortlichen ausdrücken kann.
Auch der internationale Wettbewerbskalender prägt den Ablauf einer Saison maßgeblich. Vereine, die sich um die Teilnahme an der Champions League bewerben, müssen sich in Play-off-Runden gegen Mannschaften aus anderen Ligen durchsetzen. Solche Zweikämpfe über Hin- und Rückspiel gelten als besonders anspruchsvoll, da sportliche und wirtschaftliche Folgen eng miteinander verknüpft sind. Die Doppelbelastung aus nationalem Ligaalltag und internationalem Wettbewerb stellt Kader und Trainerteams in dieser Phase der Saison regelmäßig vor logistische und sportliche Herausforderungen.






