Der LASK empfängt Celtic Glasgow am Dienstag um 21.00 Uhr im Rückspiel der Play-off-Runde zur UEFA Champions League. Die Linzer müssen dabei einen Rückstand aus dem Hinspiel aufholen, das sie in Schottland mit 0:3 verloren hatten.
Ausgangslage vor dem Rückspiel
Nach der klaren Hinspielniederlage steht der LASK vor einer schwierigen Aufgabe, um doch noch in die Gruppenphase der Champions League einzuziehen. Verantwortlich für den sportlichen Aufbau der Mannschaft ist Sportdirektor Dino Buric, der am vergangenen Samstag seinen 36. Geburtstag feierte. Buric hatte die Linzer bereits in seinem ersten Jahr als Sportdirektor zum Double geführt.
Der LASK hatte seinen Kader im vergangenen Sommer grundlegend umgebaut und dabei deutlich verjüngt. Sportlich verlief die zurückliegende Phase turbulent: Trainer Joao Sacramento wurde bereits nach neun Spieltagen als Tabellenvorletzter abgelöst. Nachfolger wurde Dietmar Kühbauer, mit dem der Verein inzwischen langfristig verlängert hat. Kühbauers Vertrag sowie jener seines Trainerteams laufen nun bis 2029.
Zum Kader zählt auch Angreifer Sasa Kalajdzic, den Buric nach Linz geholt hatte. Um Kapitän Sascha Horvath gab es zuletzt Gerüchte über einen möglichen Wechsel in die USA. Das Transferfenster schließt in wenigen Tagen, und der LASK sucht laut Vereinsangaben noch einen neuen Angreifer als Ersatz für Neuzugang Ramiz Harakate, der sich verletzt hat.
Sportdirektor mit familiärem Fußballhintergrund
Dino Buric ist Kroate und entstammt einer Fußballerfamilie. Sein Vater Damir war früher Trainer bei der Admira. Buric selbst spielte lange Zeit in Freiburg Fußball, bevor er sich stärker auf die sportliche Leitungsebene konzentrierte. Er absolvierte eine Managementausbildung bei der Bundesliga und arbeitete anschließend als rechte Hand von Radovan Vujanovic beim LASK, ehe er selbst die Position des Sportdirektors übernahm.
Infrastruktur und Vereinsgeschichte
Der LASK verfügt seit 2023 über ein neues Stadion in Linz. Die vereinseigene Nachwuchsakademie ist in Pasching beheimatet. Die vergangene Meisterschaft, die Buric mit dem Verein feierte, war zugleich der erste Titelgewinn seit 61 Jahren.
Grundsätzlich stellt die Play-off-Runde der Champions League für Vereine aus kleineren Ligen eine besondere Hürde dar. Nach dem Hin- und Rückspielprinzip entscheidet die addierte Tordifferenz über den Einzug in die Gruppenphase, was einen Rückstand aus dem ersten Duell zusätzlich erschwert. Für Klubs wie den LASK bedeutet die Teilnahme an dieser Runde bereits einen wirtschaftlichen und sportlichen Erfolg, da allein das Erreichen der Play-offs mit einem gesicherten Startgeld verbunden ist. Ein Weiterkommen in die Gruppenphase würde zusätzliche Einnahmen und internationale Aufmerksamkeit bringen, während ein Ausscheiden in der Regel den Wechsel in den Europa-League- oder Conference-League-Bewerb zur Folge hat.
Auch personelle Umbrüche wie beim LASK sind bei europäischen Fußballvereinen keine Seltenheit. Ein früher Trainerwechsel innerhalb einer Saison gilt vielerorts als Reaktion auf ausbleibende sportliche Ergebnisse, wobei die handelnden Vereine üblicherweise versuchen, mit einem neuen Trainerteam möglichst rasch Stabilität herzustellen. Langfristige Vertragsverlängerungen, wie sie der LASK nun mit Kühbauer vereinbart hat, sollen in solchen Fällen häufig ein Signal der Kontinuität setzen.
Auch die letzten Tage eines Transferfensters sind im europäischen Fußball traditionell von erhöhter Aktivität geprägt. Vereine versuchen in dieser Phase oft, kurzfristig auf Verletzungen oder Kaderlücken zu reagieren, während gleichzeitig Abgänge und Gerüchte über Vereinswechsel öffentlich diskutiert werden. Endgültige Entscheidungen fallen in vielen Fällen erst kurz vor dem Ende der Wechselperiode.








