LASK will 0:3-Rückstand gegen Celtic aufholen – Millionen stehen auf dem Spiel

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Der LASK spielt am Dienstag um 21.00 Uhr das Rückspiel des Play-offs zur UEFA Champions League gegen Celtic Glasgow. Die Linzer müssen dabei einen 0:3-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen. Trainer Dietmar Kühbauer gab sich vor der Partie kämpferisch: „Wir wollen das Unmögliche möglich machen“, sagte er im ORF-Interview.

Kühbauer fordert mehr Effizienz im Abschluss

Kühbauer sieht seine Mannschaft grundsätzlich auf dem richtigen Weg, verlangt aber eine bessere Chancenverwertung. „Wir müssen so auftreten wie in Glasgow, müssen aber natürlich treffsicherer sein“, erklärte der Trainer. Im Hinspiel kam der LASK auf 20 Torabschlüsse, zwei Treffer wurden wegen Abseits nicht anerkannt. Unter Kühbauer verlor der LASK von 14 Heimspielen nur eines, was der Mannschaft vor eigenem Publikum eine gewisse Ausgangsposition verschafft.

Auf Seiten von Celtic Glasgow gibt sich Trainer Martin O’Neill trotz des komfortablen Vorsprungs vorsichtig. Der 74-Jährige sagte nach dem Hinspiel: „Das Duell ist absolut noch offen.“ O’Neill rechnet damit, dass sein Team auch im Rückspiel Tore erzielen muss: „Wir sind in der Lage, Tore zu schießen – was wir wahrscheinlich auch tun müssen.“

LASK-Stürmer Samuel Adeniran verwies nach dem Hinspiel auf die Offensivstärke seiner eigenen Mannschaft. „Wenn Celtic drei Tore schießen kann, dann wir auch“, sagte er. Adeniran betonte zudem die grundsätzliche Offenheit des Fußballs: „Es ist Fußball, alles ist möglich. Wir haben 90 Minuten Zeit, es zu drehen.“ Bis Montagnachmittag waren für das Rückspiel bereits 16.500 Tickets verkauft. Beide Mannschaften waren am vergangenen Wochenende spielfrei.

Millionenbeträge hängen vom Ausgang ab

Für den österreichischen Meister LASK steht sportlich und wirtschaftlich viel auf dem Spiel. Bei einer Qualifikation für die Champions League würde der Klub ein Startgeld von 18,62 Millionen Euro erhalten. Scheidet der LASK aus, erhält er 4,29 Millionen Euro und steigt in die Europa League um, für die zusätzlich 4,31 Millionen Euro Startgeld ausgeschüttet werden. Die Auslosung zur Champions League findet am Donnerstag statt, jene zur Europa League am Freitag.

Historisches Vorbild aus dem Cup der Cupsieger

Ein 0:3-Rückstand aus einem Hinspiel gilt im europäischen Klubfußball zwar als schwierig, aber nicht als aussichtslos. Ein prominentes Beispiel aus der österreichischen Fußballgeschichte liefert Rapid Wien: Der Verein drehte 1985 im Viertelfinale des Europapokals der Cupsieger ein 0:3 bei Dynamo Dresden mit einem 5:0-Erfolg im Rückspiel und zog damit ins Halbfinale ein. Solche Aufholjagden bleiben in internationalen Wettbewerben Ausnahmefälle, zeigen aber, dass ein deutlicher Hinspielrückstand allein noch keine Entscheidung bedeutet.

Grundsätzlich hängt der Ausgang solcher Rückspiele von mehreren Faktoren ab, etwa von der Fähigkeit einer Mannschaft, frühzeitig ein Tor zu erzielen und dadurch Druck aufzubauen. Auch die Rückendeckung durch das heimische Publikum gilt bei derartigen Aufholjagden häufig als Vorteil für die zurückliegende Mannschaft. Für den LASK kommt hinzu, dass die bisherige Heimbilanz unter Kühbauer, der aus dem Burgenland stammt, in dieser Saison stabil ausfiel.

Wettbewerbe wie die Champions-League-Play-offs sind für Klubs aus kleineren Ligen regelmäßig mit erheblichen finanziellen Unterschieden zwischen einer Qualifikation und einem Ausscheiden verbunden. Die genannten Startgelder verdeutlichen, dass neben dem sportlichen Prestige auch wirtschaftliche Aspekte eine bedeutende Rolle bei derartigen Partien spielen.