Lisa Eder kehrt ins Skispringen zurück. Der österreichische Skiverband (ÖSV) gab am Mittwoch, dem 12. August 2026, bekannt, dass die Salzburgerin ihre im April überraschend verkündete Karrierebeendigung revidiert und wieder ins Training eingestiegen ist. Die Bekanntgabe fiel auf Eders 25. Geburtstag. Die genauen Beweggründe und ihre Ziele für die kommende Saison will die Athletin aus Leogang an diesem Donnerstag bei einem Pressetermin in Stams erläutern.
Rückkehr nach überraschendem Rücktritt im Frühjahr
Lisa Eder hatte im April 2026 ihr Karriereende erklärt und damit für Aufsehen gesorgt. Nun hat sie das Training wieder aufgenommen und bereitet sich auf die kommende WM-Saison vor. Die vergangene Saison war für sie sportlich die bislang erfolgreichste: Eder feierte ihre ersten beiden Weltcup-Siege, den ersten davon im Januar 2026 im japanischen Zao, und stand insgesamt neun weitere Mal auf dem Podest. In der Gesamtwertung des Weltcups belegte sie am Ende Rang vier. Bei der nordischen Ski-WM 2025 in Trondheim gewann sie zudem mit dem Team die Silbermedaille. Eder hält außerdem mit einer Weite von 205,5 Metern den österreichischen Rekord im Skifliegen.
Ihr Lebensgefährte, der 41-jährige ehemalige Skispringer Manuel Fettner, hatte seine eigene Karriere rund zwei Wochen vor Eder beendet. Fettner hatte den Wunsch geäußert, künftig als persönlicher Betreuer und Trainer von Eder im Rahmen des Skiverbands zu arbeiten. Der ÖSV ist diesem Wunsch nicht entsprochen.
Weitere Rückkehrerin im Damen-Skispringen
Eder ist nicht die einzige Athletin, die den Sprung zurück in den Weltcup wagt. Bereits in der vergangenen Woche hatte die 38-jährige Vorarlbergerin Eva Pinkelnig ihr Comeback angekündigt. Pinkelnig hatte sich im September 2025 einen Kreuzbandriss zugezogen und dadurch die Olympiasaison verpasst. Gleichzeitig hat sich das Feld an der Spitze des österreichischen Damen-Skispringens verändert: Sowohl Jacqueline Seifriedsberger als auch Sara Marita Kramer sind vor der Olympiasaison zurückgetreten.
Saisonstart und sportliche Höhepunkte
Die Winterwettkampfsaison im Skispringen beginnt am 21. November in Lillehammer. Für die Damen hält die kommende Saison mit der ersten Vierschanzentournee der Frauen einen historischen Höhepunkt bereit. Als weiterer Saisonhöhepunkt ist die Weltmeisterschaft in Falun vorgesehen.
Comebacks im Spitzensport als wiederkehrendes Phänomen
Rücktritte und anschließende Rückkehrer sind im Spitzensport kein Einzelfall. Grundsätzlich beruhen frühe Karriereentscheidungen häufig auf einer Vielzahl persönlicher und sportlicher Abwägungen, die sich im Laufe einiger Monate verändern können. Bei vergleichbaren Vorgängen spielen etwa körperliche Regeneration, private Lebensumstände oder eine veränderte Einschätzung der eigenen Perspektiven eine Rolle. Skiverbände stehen bei solchen Comebacks üblicherweise vor der Aufgabe, die zurückkehrenden Athletinnen und Athleten organisatorisch und trainingstechnisch wieder in bestehende Kaderstrukturen einzugliedern.
Im Skispringen selbst hängt die sportliche Form stark von einer kontinuierlichen technischen und konditionellen Vorbereitung ab, da bereits kleine Veränderungen im Absprung oder in der Flugposition die Weite und Stabilität eines Sprunges beeinflussen. Nach einer Trainingspause ist deshalb üblicherweise eine gewisse Wiedereingewöhnungsphase notwendig, bevor wieder Ergebnisse auf internationalem Topniveau möglich sind. Gleichzeitig gilt der Skisprungweltcup der Frauen als ein Bereich, in dem sich das Leistungsniveau in den vergangenen Jahren spürbar verdichtet hat, was Rückkehrerinnen zusätzlich fordert.
Personelle Umbrüche wie mehrere Rücktritte innerhalb kurzer Zeit verändern zudem regelmäßig die Zusammensetzung nationaler Kader. Verbände müssen in solchen Phasen üblicherweise neue Konstellationen im Team sowie in der Betreuung organisieren, etwa bei Trainerpositionen oder der Nominierung für internationale Wettbewerbe. Wie sich das österreichische Damen-Skispringen mit den angekündigten Rückkehrerinnen und den veränderten Kaderstrukturen in der kommenden Saison präsentiert, wird sich mit dem Weltcupauftakt in Lillehammer zeigen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.






