Marc Marquez übernimmt mit Sieg in Misano die MotoGP-WM-Führung

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Marc Marquez hat den Grand Prix von San Marino gewonnen und sich damit an die Spitze der MotoGP-Weltmeisterschaft zurückgesetzt. Nach dem Erfolg im Sprint gewann der Spanier auch das Hauptrennen auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli und löste Jorge Martin als WM-Führenden ab.

Vor dem Rennen hatte Marco Bezzecchi von der Pole Position aus die beste Ausgangsposition, schied jedoch bereits in der ersten Kurve aus. Der Aprilia-Pilot und Teamkollege von Jorge Martin verlor dadurch früh jede Chance auf ein Ergebnis. Marc Marquez übernahm nach dem Ausfall zunächst die Führung, wurde davon aber kurzzeitig von Jorge Martin verdrängt, der von Startplatz fünf losgefahren war. In der zwölften Runde fiel Martin hinter Marc Marquez zurück und musste kurz darauf auch Alex Marquez passieren lassen.

Marquez siegt vor seinem Bruder

Am Ende sicherte sich Marc Marquez den Sieg in 41:13,013 Minuten über die Distanz von 27 Runden beziehungsweise 114,102 Kilometern. Alex Marquez wurde mit einem Rückstand von 0,657 Sekunden Zweiter. Auf dem dritten Platz landete Pedro Acosta auf KTM, gefolgt von Fermin Aldeguer auf Ducati. Jorge Martin beendete das Rennen auf Rang fünf.

Für Marc Marquez war es bereits der 78. MotoGP-Sieg seiner Karriere und der siebte in Misano. Der 33-Jährige führte zudem einen sechsfachen spanischen Erfolg an diesem Renntag an. In der WM-Wertung liegt er nun mit 274 Punkten gleichauf mit Jorge Martin, der in diesem Jahr bislang nur ein Rennen gewinnen konnte und damit vier Siege weniger als Marquez aufweist. Noch Ende Mai, nach dem Grand Prix von Italien in Mugello, hatte Marquez 102 Punkte Rückstand auf Martin gehabt.

Enge Zweikämpfe in Moto3 und Moto2

In der Moto3-Klasse gewann der 18-jährige Spanier Maximo Quiles nach 20 Runden beziehungsweise 84,52 Kilometern in 33:42,713 Minuten. Er fing David Almansa praktisch erst auf der Ziellinie ab, der Rückstand des KTM-Fahrers betrug lediglich 0,021 Sekunden. Dritter wurde Brian Uriarte, der in der Gesamtwertung damit hinter Almansa auf den dritten Rang zurückfiel. Quiles baute seine Führung in der Moto3-WM-Wertung auf 107 Punkte Vorsprung aus.

Der Österreicher Leo Rammerstorfer musste sein Moto3-Rennen bereits in der ersten Runde beenden. Der Honda-Pilot touchierte seinen Markenkollegen Nicola Carraro, beide landeten im Kiesbett.

Im Moto2-Rennen kam es unmittelbar nach dem Start zu mehreren Stürzen. Die Top drei des Qualifyings schieden dabei aus: Angel Piqueras rutschte in der ersten Kurve weg und nahm dabei Polesetter Senna Agius sowie Daniel Holgado mit ins Kiesbett. Am Ende setzte sich Manuel Gonzalez in 34:57,913 Minuten über 22 Runden beziehungsweise 92,972 Kilometer durch. Der Niederländer Collin Veijer wurde Zweiter, der Belgier Barry Baltus komplettierte als Dritter das Podium. Gonzalez baute seine Führung in der Moto2-WM-Wertung auf Izan Guevara, der als Sechster ins Ziel kam, auf 47,5 Punkte aus.

Enges Titelrennen vor dem Saisonfinale

Grundsätzlich entscheiden in der MotoGP am Saisonende oft nur wenige Punkte über den Ausgang der Weltmeisterschaft. Neben den Punkten aus dem Hauptrennen fließen auch die Ergebnisse der Sprintrennen am Samstag in die Wertung ein, wodurch sich Führungswechsel innerhalb eines einzigen Rennwochenendes ergeben können, wie es aktuell zwischen Marc Marquez und Jorge Martin der Fall ist. Stürze und Ausfälle wie jener von Marco Bezzecchi in der ersten Kurve gehören dabei zu den Risikofaktoren, die den Ausgang eines engen Titelkampfes maßgeblich beeinflussen können.

Der nächste Grand Prix der Saison findet in Österreich in Spielberg statt.