Luka Mladenovic hat bei der Langbahn-Europameisterschaft in Paris die Bronzemedaille über 200 Meter Brust gewonnen. Der 22-jährige Salzburger erreichte im Finale am Donnerstag eine Zeit von 2:08,91 Minuten. Den Titel sicherte sich Filip Nowacki aus Großbritannien in 2:07,70 Minuten vor Caspar Corbeau aus den Niederlanden, der in 2:07,78 Minuten Zweiter wurde.
Bronze für Mladenovic nach starkem Halbfinale
Mladenovic war bereits im Halbfinale am Mittwoch mit 2:08,85 Minuten aufgefallen und hatte sich damit als Gesamtsiebenter für den Endlauf qualifiziert. Im Finale blieb er nur wenige Hundertstel über dieser Zeit und sicherte sich damit die dritte Position. Seine persönliche Bestzeit verbesserte er im Zuge des Wettkampfs um 1,23 Sekunden. Vom Vorlauf zum Halbfinale hatte er sich zuvor bereits um 1,68 Sekunden gesteigert.
Der bisherige österreichische Rekord über diese Distanz lag bei 2:09,88 Minuten, aufgestellt von Christopher Rothbauer am 28. Februar 2020. Bereits bei der Kurzbahn-Europameisterschaft 2025 im polnischen Lublin hatte Mladenovic Bronze über 100 und 200 Meter Brust gewonnen.
Rekordlauf von Christian Giefing im Freistil
Auch der 18-jährige Christian Giefing aus dem Burgenland sorgte in Paris für ein österreichisches Resultat. Über 200 Meter Kraul zog er am Donnerstag mit einem Sieg in seinem Halbfinale in 1:45,47 Minuten als Gesamtfünfter ins Finale ein. Bereits im Vorlauf hatte Giefing mit 1:44,96 Minuten einen österreichischen Rekord aufgestellt und damit die bisherige Bestmarke von Felix Auböck aus dem Jahr 2022 bei der WM in Budapest um 15 Hundertstelsekunden unterboten.
Das Finale über 200 Meter Kraul findet am Freitag um 18.36 Uhr statt und wird live auf ORF Sport + übertragen.
Weitere österreichische Ergebnisse in Paris
Über 50 Meter Rücken schieden mehrere österreichische Starter bereits im Vorlauf aus: Lukas Edl belegte Rang 33, Max Halbeisen Rang 35, Leon Opatril Rang 49 und Bernhard Reitshammer Rang 55. Iris Berger verpasste über 100 Meter Delfin als 26. den Einzug ins Semifinale.
Die österreichische 4-x-100-Meter-Kraul-Staffel, angetreten mit Edl, Kopf, Giefing und Gigler, kam im Vorlauf auf Rang 13. Mit einer Zeit von 3:15,83 Minuten stellte das Quartett dabei einen Rekord des Österreichischen Schwimmverbands auf.
Bedeutung von Rekorden auf dem Weg nach Los Angeles
Bei internationalen Meisterschaften wie der Langbahn-EM dienen Wettkämpfe auch der Standortbestimmung im Hinblick auf kommende Großereignisse. Nationale Rekorde markieren dabei nicht zwingend eine unmittelbare Olympiaqualifikation, sondern zeigen zunächst die aktuelle Leistungsfähigkeit im internationalen Vergleich. Für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles gelten die entsprechenden Qualifikationszeiten ohnehin erst ab dem 1. März 2027. Ergebnisse und Bestzeiten aus dem laufenden Jahr fließen somit nicht direkt in die Olympiaqualifikation ein, liefern aber wichtige Anhaltspunkte für die weitere Vorbereitung der Athletinnen und Athleten sowie der Verbände.
Grundsätzlich gliedern sich internationale Schwimmmeisterschaften in Vorläufe, Halbfinali und Finalläufe, wobei die Platzierung nach Zeiten über den Einzug in die jeweils nächste Runde entscheidet. Verbesserungen von Zwischenrunde zu Zwischenrunde, wie sie bei Mladenovic und Giefing in Paris zu beobachten waren, gelten als typisches Merkmal einer guten Wettkampfform und werden von Trainerstäben häufig als Indikator für die Belastbarkeit und den Formaufbau während eines mehrtägigen Meisterschaftsprogramms herangezogen.






