Österreich nach acht Jahren wieder mit Gruppe bei WM in Rhythmischer Gymnastik vertreten

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Österreich ist nach acht Jahren wieder mit einer Gruppe bei einer Weltmeisterschaft in der Rhythmischen Gymnastik vertreten. Die Titelkämpfe finden vom 12. bis 16. August in Frankfurt statt. Neben der Gruppe geht im Einzel Dina Mironskaya für Österreich an den Start.

Sechs Athletinnen, ein gemeinsames Ziel

Die österreichische Gruppe setzt sich aus sechs Sportlerinnen zusammen. Aus Oberösterreich kommen Alina Razinkova, Viola Preiml und Magdalena Pamminger, aus Niederösterreich Anna-Marie Scheidl, Maria Filatova und Ksenia Dvornyak. Razinkova ist 18 Jahre alt und stammt aus Linz, Preiml ist 17 Jahre alt, Dvornyak 16 Jahre alt. Alle sechs Athletinnen gehen noch zur Schule und können deshalb nur am Wochenende sowie in den Ferien gemeinsam trainieren.

Die Formation wurde im Oktober neu zusammengestellt. Seither arbeitet das Team an seinen beiden Wettkampfküren, die jeweils zweieinhalb Minuten dauern. Eine Übung wird mit Reifen und Keulen bestritten, die andere mit Bällen.

Kurz vor der Weltmeisterschaft musste die Mannschaft eine personelle Veränderung verkraften: Kapitänin Julie Neumann verletzte sich und fällt aus. Fünf Wochen vor dem Turnier rückte Ksenia Dvornyak in die Gruppe nach.

Trainiert wird die Gruppe von Luchia Egermann, die bereits zwei österreichische Einzelgymnastinnen zu Olympischen Spielen geführt hat. Für die Sportkoordination ist Florentina Marchart zuständig.

Anforderungen an den Gruppenwettbewerb

In der Rhythmischen Gymnastik unterscheidet sich der Gruppenwettbewerb deutlich vom Einzelwettbewerb. Statt einer einzelnen Athletin treten mehrere Turnerinnen gleichzeitig an und müssen ihre Bewegungen exakt aufeinander abstimmen. Grundsätzlich fließen in die Bewertung sowohl die technische Präzision der Handgeräte-Führung als auch die Synchronität der Gruppe sowie choreografische Elemente wie Formationswechsel und Wurfkombinationen ein.

Der Wechsel zwischen unterschiedlichen Handgeräten wie Reifen, Keulen und Bällen innerhalb eines Wettkampfzyklus ist im internationalen Reglement üblich. Jede Kombination stellt eigene technische Anforderungen: Während Ballübungen vor allem auf fließende Bewegungen und Balance setzen, verlangen Reifen und Keulen zusätzlich präzise Wurf- und Fangtechniken zwischen mehreren Athletinnen gleichzeitig.

Der Aufbau einer neuen Gruppenformation erfordert üblicherweise intensive gemeinsame Trainingszeit, da Synchronität und Timing zwischen den Sportlerinnen erst erarbeitet werden müssen. Bei Nachwuchsteams, deren Mitglieder parallel zur Schule trainieren, ist die Zeit für gemeinsame Einheiten in der Regel begrenzt, was die Vorbereitung auf internationale Wettkämpfe zusätzlich anspruchsvoll macht.

Kurzfristige Nachnominierungen, wie sie im Fall einer Verletzung notwendig werden können, sind in der Rhythmischen Gymnastik eine besondere Herausforderung, da eingespielte Formationen innerhalb kurzer Zeit neu justiert werden müssen. Die endgültige Kür muss dabei so angepasst werden, dass die technischen und choreografischen Vorgaben trotz der personellen Veränderung erfüllt bleiben.