Die österreichische Para-Schwimmerin Janina Falk hat bei der Langbahn-Europameisterschaft in Paris den fünften Platz im Finale über 100 Meter Kraul erreicht. Die 23-jährige Wienerin schwamm eine Zeit von 1:03,94 Minuten, was nach Umrechnung 684 Punkten entsprach. Damit erzielte sie die zweitbeste reine Schwimmzeit des Feldes. Den Bewerb, der am Sonntag, den 16. August 2026, ausgetragen wurde, gewann die Türkin Defne Kurt mit 59,21 Sekunden und 913 Punkten.
Fünfter Rang für Falk trotz starker Zeit
Janina Falk lag mit ihrer Zeit von 1:03,94 Minuten unter den Teilnehmerinnen im Finale über 100 Meter Kraul an zweiter Stelle, was die reine Schwimmleistung betrifft. In der Endabrechnung reichte dies aufgrund des Punktesystems dennoch nur für Platz fünf. Sie erreichte 684 Punkte. Die Goldmedaille sicherte sich Defne Kurt aus der Türkei, die mit 59,21 Sekunden die schnellste Zeit im Feld schwamm und dafür 913 Punkte erhielt.
Auch bei den Herren waren österreichische Athleten im Einsatz. Andreas Ernhofer belegte mit einer Zeit von 41,92 Sekunden und 649 Punkten den siebenten Platz. Andreas Onea kam auf 31,30 Sekunden, was 490 Punkten entsprach, und wurde Achter. Der Sieg bei den Herren ging an den Niederländer Rogier Dorsman, der in 26,46 Sekunden schwamm und dafür 821 Punkte erzielte.
Punktesystem im Multi-Class-Schwimmen
Im Para-Schwimmen treten bei internationalen Meisterschaften wie in Paris Athletinnen und Athleten unterschiedlicher Startklassen im sogenannten Multi-Class-System direkt gegeneinander an. Grundsätzlich werden Sportlerinnen und Sportler mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen dabei nicht in getrennten Läufen nach Klassen sortiert, sondern gemeinsam in einem Rennen bewertet. Die eigentliche Platzierung ergibt sich anschließend nicht allein aus der Ankunftsreihenfolge im Becken, sondern aus einem Punktesystem.
Dabei wird die individuell geschwommene Zeit ins Verhältnis zum bestehenden Weltrekord der jeweiligen Startklasse gesetzt. Wer im Vergleich zum Rekord der eigenen Klasse besonders nahe herankommt, erhält verhältnismäßig mehr Punkte, auch wenn die absolute Zeit langsamer ist als bei Konkurrentinnen oder Konkurrenten aus anderen Klassen. Dieses Verfahren soll ermöglichen, dass Startklassen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungsgraden fair miteinander verglichen werden können, obwohl die körperlichen Voraussetzungen der Athletinnen und Athleten stark variieren.
Für Zuschauerinnen und Zuschauer kann dieses System zunächst ungewohnt wirken, da die schnellste Zeit im Wasser nicht zwangsläufig zum Sieg führt. Wie im Fall des Rennens über 100 Meter Kraul in Paris sichtbar wurde, kann eine Athletin mit der zweitbesten Zeit im Feld dennoch nur einen mittleren Platz belegen, wenn andere Teilnehmerinnen im Verhältnis zum Rekord ihrer eigenen Startklasse eine höhere Punktzahl erreichen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







