Thomas Preining hat beim ersten Rennen der DTM auf dem Nürburgring am Samstag den zweiten Platz belegt. Der Oberösterreicher fuhr einen Porsche und musste sich nur dem Italiener Matteo Cairoli im Ferrari geschlagen geben. Lucas Auer, der ebenfalls zu den Titelanwärtern zählt, kam nach einem Fahrfehler nur auf Platz fünf.
Enger Zweikampf um Startplatz und Ergebnis
Preining war von Startplatz zwei ins Rennen gegangen und konnte diese Position über die gesamte Distanz von 39 Runden nicht mehr verbessern. Am Ende lag er 9,973 Sekunden hinter Cairoli zurück, der von der Pole aus das Rennen kontrollierte und ungefährdet gewann. Für Preining selbst war das Ergebnis das höchstmögliche: Er bezeichnete Platz zwei als das Maximum für ihn an diesem Renntag.
Lucas Auer, der Tiroler im Feld der Titelanwärter, war von Startplatz drei gestartet, verlor jedoch in Kurve eins durch einen Fahrfehler Positionen und fiel bis auf Platz fünf zurück. Dahinter komplettierten Marco Wittmann im BMW auf Platz drei und Ben Dörr im McLaren auf Platz vier die Top fünf. Der bisherige Gesamtwertungsführende Marco Engel kam im eigenen Rennen nur auf den sechsten Platz.
Gesamtwertung vor dem Sonntagsrennen
In der Gesamtwertung der DTM-Saison führt Marco Engel weiterhin mit 160 Punkten. Preining liegt mit 143 Punkten auf dem zweiten Platz, was einem Rückstand von 17 Punkten entspricht. Lucas Auer folgt mit 136 Punkten auf Rang drei, sein Rückstand auf Engel beträgt 24 Punkte. Nach diesem Rennen sind von den 16 Saisonrennen insgesamt elf absolviert, sodass sich das Feld der Titelanwärter zunehmend auf wenige verbleibende Termine konzentriert. Am Sonntag steht auf dem Nürburgring das zweite Rennen des Wochenendes an.
Punktesystem und Wochenendformat der DTM
Die DTM trägt ihre Rennwochenenden üblicherweise mit zwei separaten Wertungsläufen aus, die jeweils eigene Startaufstellungen und eigene Punktevergaben besitzen. Dadurch kann sich die Gesamtwertung innerhalb eines einzigen Wochenendes noch einmal deutlich verschieben, insbesondere wenn führende Fahrer im zweiten Lauf schlechter abschneiden als ihre direkten Verfolger. Grundsätzlich gilt in solchen Rennserien: Je enger der Punkteabstand an der Tabellenspitze, desto stärker wirken sich einzelne Ausfälle, Fahrfehler oder Strafen auf die Endabrechnung der Saison aus.
Startplätze werden im Training beziehungsweise Qualifying ermittelt und entscheiden maßgeblich über die Ausgangslage im Rennen selbst. Ein guter Startplatz reduziert das Risiko, in den ersten Kurven in Zweikämpfe verwickelt zu werden, in denen es häufig zu Fahrfehlern oder Kontakten kommt. Gerade der Bereich der ersten Kurve gilt bei vielen Rennstrecken als besonders unfallträchtig, da sich das Feld dort noch dicht gedrängt befindet, bevor sich die Positionen über die Renndistanz stärker auseinanderziehen.
Die eingesetzten Fahrzeuge in der DTM stammen von unterschiedlichen Herstellern, was das Reglement der Serie ausdrücklich vorsieht. Neben Porsche, Ferrari und BMW treten auch andere Marken wie McLaren an, wodurch technische Unterschiede zwischen den Fahrzeugkonzepten Teil des sportlichen Wettbewerbs sind. Für die Gesamtwertung zählt am Ende jedoch ausschließlich die erzielte Platzierung im Rennen, unabhängig vom eingesetzten Fahrzeugtyp.








