Marco Rossi hat beim 7:9 seiner Vancouver Canucks gegen die Edmonton Oilers zwei Tore erzielt und eine Vorlage gegeben. Das Spiel fand am Donnerstag, 1. Oktober 2026, statt und war die zweite Partie der beiden Teams binnen weniger Tage. Trotz der starken persönlichen Bilanz des Vorarlbergers setzten sich die Oilers in einer torreichen Begegnung durch.
Rossi trifft doppelt bei Oilers-Sieg
Die Oilers legten in Vancouver einen deutlichen Start hin und führten nach dem ersten Drittel bereits mit 4:0. Im zweiten Abschnitt bauten sie den Vorsprung auf 5:0 aus, ehe die Canucks ins Spiel zurückfanden. Marco Rossi verkürzte in der 42. Minute mit seinem ersten Tor zum 4:8 und legte nur drei Minuten später mit seinem zweiten Treffer zum 5:8 nach. Zudem bereitete er ein weiteres Tor von Elias Pettersson zum 6:8 vor. Den Schlusspunkt setzte Leon Draisaitl, der im Powerplay zum 9:7-Endstand für Edmonton traf. Connor McDavid steuerte einen Treffer und vier Assists bei, Evan Bouchard erzielte ebenfalls ein Tor. Der 26-jährige Kanadier Bouchard kommt nach zwei Saisonspielen bereits auf vier Treffer.
Zwei Tage zuvor hatten sich die beiden Teams bereits gegenübergestanden. Damals hatten die Canucks das Duell mit 6:5 nach Verlängerung für sich entschieden. Mit seinen zwei Toren und der einen Vorlage gegen Edmonton steht Rossi nun mit insgesamt drei Treffern nach zwei Spielen auf Platz zwei der NHL-Torschützenliste. Seine Eiszeit in der Partie betrug 15:16 Minuten.
Historischer Treffer eines Torhüters in New York
Für ein weiteres bemerkenswertes Ereignis sorgte unterdessen New Yorks Rangers-Goalie Igor Shesterkin. Beim 5:1-Sieg gegen die Tampa Bay Lightning erzielte der 30-Jährige zweieinhalb Minuten vor Schluss selbst ein Tor ins leere gegnerische Tor. Shesterkin hielt im Verlauf der Partie 24 Schüsse. Der Treffer war sein erster in der eigenen Karriere und zugleich das erste Tor eines Torhüters der New York Rangers in der mittlerweile 100-jährigen Geschichte des Clubs. Shesterkin ist damit der 18. Torhüter in der Geschichte der NHL, dem offiziell ein Tor zugeschrieben wurde. In der Saison 2024/25 waren es noch drei Torhüter, die in der Liga trafen.
Tore von Torhütern als Ausnahmeereignis
Grundsätzlich gehören Torhütertore zu den seltensten Ereignissen im Eishockey. Sie entstehen meist dann, wenn die gegnerische Mannschaft ihren eigenen Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis genommen hat, um in den letzten Spielminuten noch einen Ausgleich zu erzwingen. In solchen Situationen kann ein gegnerischer Torhüter die Scheibe aus der eigenen Zone über das gesamte Eis ins leere Tor befördern. Da Torhüter in erster Linie für die Abwehr von Schüssen zuständig sind und nur selten aktiv am Offensivspiel beteiligt sind, bleiben eigene Treffer über die gesamte Liga- und Vereinsgeschichte hinweg Einzelfälle.
Auch die Formkurve einzelner Scorer zu Saisonbeginn wird in der NHL traditionell genau beobachtet. Die ersten Partien einer Spielzeit liefern erste Anhaltspunkte darüber, welche Spieler besonders torgefährlich in die neue Saison gestartet sind, auch wenn sich Ranglisten über eine Gesamtsaison von 82 Partien erfahrungsgemäß noch deutlich verschieben können. Für europäische Spieler wie Marco Rossi, der aus Vorarlberg stammt, gilt ein guter Start zudem häufig als wichtiges Signal für die eigene Rolle im Team über die gesamte Saison hinweg.





