Roter Stern Belgrad hat die Qualifikation für die UEFA Champions League verpasst. Der serbische Rekordmeister verlor am Dienstag zu Hause gegen Hapoel Beer Scheva, Israels Meister, mit 0:2 und schied damit aus dem Bewerb aus. Bereits das Hinspiel hatte Roter Stern mit 0:1 verloren.
ÖFB-Legionär Marko Arnautovic wurde zur Pause eingewechselt, sein Landsmann Muhamed Cham kam in der 72. Minute für Roter Stern zum Einsatz. Trotz der beiden Wechsel konnte die Mannschaft die Niederlage nicht mehr abwenden.
Aus in Belgrad, Ligaphase der Europa League als Alternative
Für Roter Stern Belgrad bedeutet das Ausscheiden gegen Hapoel Beer Scheva das endgültige Aus in der Champions-League-Qualifikation. Der Verein nimmt stattdessen an der Ligaphase der Europa League teil. Hapoel Beer Scheva trifft im Play-off nun auf Sabah FK, den Meister Aserbaidschans.
Auch Österreichs Vizemeister Sturm Graz ist in dieser Saison in der Ligaphase der Europa League vertreten.
Nijmegen wirft Olympiakos aus dem Bewerb
Für eine der größeren Überraschungen des Abends sorgte NEC Nijmegen. Der niederländische Ligadritte bezwang Olympiakos Piräus nach Verlängerung zu Hause mit 2:1, nachdem das Hinspiel torlos geendet hatte. Nijmegen trifft im Play-off nun auf Bodö/Glimt, Norwegens Vizemeister.
Bodö/Glimt setzte sich seinerseits gegen Union Saint-Gilloise nach Verlängerung mit 3:2 durch. Bei den Belgiern kam ÖFB-Legionär Raul Florucz erst in der 121. Minute zum Einsatz. Im Hinspiel, das 3:3 geendet hatte, war Florucz noch als Doppeltorschütze in Erscheinung getreten.
Slovan Bratislava zieht ohne Wimmer weiter
Slovan Bratislava sicherte sich unterdessen den Einzug in die nächste Runde mit einem 2:0-Heimsieg gegen Mjällby, den schwedischen Meister. Bereits das Hinspiel hatte Bratislava mit 2:1 gewonnen. Verteidiger Kevin Wimmer kam bei Slovan Bratislava nicht zum Einsatz.
Mehrstufiges Verfahren auf dem Weg zur Ligaphase
Grundsätzlich müssen sich Vereine, die nicht direkt für die Ligaphase der Champions League gesetzt sind, über mehrere Qualifikationsrunden behaupten. Nach den frühen Runden folgt üblicherweise eine Play-off-Stufe, in der sich die verbliebenen Mannschaften um die letzten Plätze in der Ligaphase des Bewerbs duellieren. Wer in dieser Play-off-Runde scheitert, wechselt in der Regel in die Europa League oder, je nach Ausgangslage, in die Conference League.
Die Begegnungen werden dabei meist im Hin- und Rückspielmodus ausgetragen, wobei bei Gleichstand nach beiden Partien eine Verlängerung und gegebenenfalls ein Elfmeterschießen über den Aufstieg entscheiden. Toren in der Verlängerung kommt in solchen Entscheidungsspielen besonderes Gewicht zu, da sie oft über den Verbleib in einem der prestigeträchtigsten Klubwettbewerbe Europas entscheiden.
Für nationale Meister und Vizemeister aus kleineren Verbänden stellt der Weg durch die Qualifikation häufig die einzige realistische Möglichkeit dar, in die Gruppen- beziehungsweise Ligaphase der Champions League vorzudringen. Ein Ausscheiden in einer frühen oder mittleren Runde bedeutet für diese Vereine meist den Wechsel in einen der beiden anderen europäischen Klubwettbewerbe, was finanziell wie sportlich deutlich geringere Einnahmen und ein anderes Gegnerfeld mit sich bringt.






