Red Bull Salzburg startet am Donnerstag, dem 17. September 2026, um 18:45 Uhr in die Ligaphase der Europa League. Die Mannschaft von Trainer Danny Röhl tritt auswärts bei Lewski Sofia an, dem amtierenden bulgarischen Meister. Austragungsort ist das Wassil-Lewski-Nationalstadion.
Zwei ungeschlagene Teams treffen aufeinander
Sowohl Lewski Sofia als auch Red Bull Salzburg sind in der laufenden Saison in ihren jeweiligen Ligen noch ohne Niederlage. Lewski Sofia war mit acht Siegen in Folge in die neue Spielzeit gestartet und musste sich erst am vergangenen Wochenende mit einem 0:0 bei Botew Wraza zufriedengeben. Red Bull Salzburg kommt nach sechs Runden auf vier Siege und zwei Unentschieden. Im jüngsten Ligaspiel trennte sich die Mannschaft 1:1 von der SV Ried, nachdem zuvor sechs Pflichtspielerfolge in Folge zu Buche gestanden hatten.
Lewski Sofia hatte in der vergangenen Saison die Rekordserie von Ludogorez Rasgrad beendet, das zuvor 14 Meistertitel in Folge geholt hatte. Der Meistertitel bedeutete zugleich die Rückkehr in einen europäischen Hauptbewerb – zum ersten Mal seit der Saison 2010/11. Im Play-off zur Champions League war für den bulgarischen Klub allerdings gegen AEK Athen Endstation, nach einem 0:0 im Hinspiel setzte es im Rückspiel eine 0:4-Niederlage. Im nationalen Supercup unterlag Lewski Sofia zudem am vergangenen Mittwoch mit 2:4 gegen ZSKA Sofia.
Cheftrainer von Lewski Sofia ist Julio Velazquez. Sein Kader setzt sich unter anderem aus Legionären aus Brasilien und Portugal zusammen. Auf Salzburger Seite zählt Innenverteidiger Kevin Boma zum Kader, mit dem Danny Röhl in die neue Europacup-Saison geht.
Salzburgs bisherige Bilanz im internationalen Wettbewerb
Red Bull Salzburg blickt auf mehrere internationale Kampagnen zurück. In der vergangenen Saison der Europa-League-Ligaphase kam der Verein auf sechs Punkte aus acht Spielen und belegte damit Platz 31. Historisch war Salzburg in der Europa League bereits weiter vorgedrungen: In der Saison 2017/18 erreichte die Mannschaft das Halbfinale, ein Jahr später, 2018/19, das Achtelfinale des Wettbewerbs.
Format und Ablauf der neuen Ligaphase
Die Europa League wird seit einigen Spielzeiten nicht mehr in klassischen Gruppen, sondern in einer sogenannten Ligaphase ausgetragen. Dabei tritt jede teilnehmende Mannschaft gegen eine festgelegte Anzahl unterschiedlicher Gegner an, die je zur Hälfte zu Hause und auswärts gespielt werden. Die Ergebnisse aller Teams fließen anschließend in eine gemeinsame Tabelle ein, aus der sich die Platzierungen für die folgenden Runden des Wettbewerbs ergeben.
Üblicherweise entscheiden die vorderen Tabellenplätze über den direkten Einzug in die K.-o.-Runde, während mittlere Ränge zu einer zusätzlichen Zwischenrunde berechtigen. Für Vereine wie Red Bull Salzburg, die bereits Erfahrung mit internationalen Wettbewerben haben, ist ein guter Start in die Ligaphase erfahrungsgemäß wichtig, um sich frühzeitig eine günstige Ausgangsposition innerhalb der Gesamttabelle zu sichern.
Für bulgarische Vereine ist die Teilnahme an einer europäischen Ligaphase seltener als für Klubs aus etablierten Fußballnationen. Ein Meistertitel eröffnet grundsätzlich den Weg in die Qualifikation zu den europäischen Wettbewerben, wobei der genaue Einstiegspunkt von der jeweiligen Wettbewerbsordnung und dem Abschneiden in den Play-off-Runden abhängt. Nach einem Ausscheiden im Champions-League-Play-off rutschen Mannschaften wie Lewski Sofia in der Regel in die Europa League oder eine weitere europäische Wettbewerbsstufe, sofern die entsprechenden Bestimmungen dies vorsehen.





