Red Bull Salzburg hat SK Rapid Wien am Mittwoch mit 5:1 besiegt. Das Nachtragsspiel der vierten Runde der Admiral Bundesliga fand in der Red Bull Arena in Salzburg vor 12.153 Zuschauern statt. Mit dem Sieg zog Salzburg in der Tabelle an Rapid vorbei und ist nun erster Verfolger von Meister LASK.
Frühe Führung und ungefährdete Halbzeitbilanz
Haris Tabakovic brachte Salzburg bereits in der 4. Minute in Führung. Nikolas Veratschnig erhöhte in der 15. Minute, ehe Tabakovic in der 21. Minute mit seinem zweiten Treffer für den 3:0-Pausenstand sorgte. Zur Halbzeit lag Salzburg damit deutlich in Führung.
Nach der Pause baute Edmund Baidoo in der 46. Minute die Führung weiter aus. Rapid Wien kam in der 51. Minute durch M. Seidl zum Anschlusstreffer. Den Endstand von 5:1 stellte Karim Konate in der 90. Minute her.
Trotz der klaren Niederlage zeigte Rapid Wien statistisch eine ausgeglichene Leistung. Die Wiener kamen auf 50,3 Prozent Ballbesitz und ein Schussverhältnis von 17:16 aufs Tor. Bei den Eckbällen führte Rapid mit 6:2 gegen Salzburg. Trainer Johannes Hoff Thorup und Verteidiger Jannes Horn gehörten zum Rapid-Kader, der die Partie trotz dieser Werte deutlich verlor. Auf Rapid-Seite sah Cvetkovic eine gelbe Karte, auf Salzburger Seite Trainer Danny Röhl. Schiedsrichter der Partie war Semler.
Röhl weiter ungeschlagen, Tabakovic in Torlaune
Für Salzburg war es bereits der fünfte Sieg in Serie. Unter Trainer Danny Röhl blieb die Mannschaft in zehn Pflichtspielen ungeschlagen. Zuletzt setzte sich Salzburg mit 3:0 gegen den schwedischen Club Mjällby durch und sicherte sich damit den Aufstieg in die Ligaphase der Europa League. Im vorherigen Bundesliga-Duell hatte Salzburg bereits Austria Wien mit 4:1 bezwungen.
Haris Tabakovic steht nach seinem Doppelpack gegen Rapid nun bei acht Pflichtspielsaisontoren. Auffällig war zudem die personelle Zusammensetzung der Salzburger Startelf: Drei Spieler waren 19 Jahre alt, ein weiterer 20 Jahre. Red Bull Salzburg wartet seit 2023 auf einen Meistertitel.
Titeljagd nach Jahren an der Spitze
Red Bull Salzburg zählt seit vielen Jahren zu den dominierenden Vereinen der österreichischen Bundesliga und hat die Meisterschaft in der Vergangenheit wiederholt gewonnen. Seit 2023 blieb der Titel jedoch aus, während zuletzt der LASK an die Spitze der Tabelle rückte. In einer Liga mit vergleichsweise wenigen Vereinen an der Spitze führen einzelne Ergebnisse häufig zu spürbaren Verschiebungen in der Tabelle, insbesondere wenn direkte Konkurrenten wie Rapid Wien betroffen sind.
Grundsätzlich gilt im österreichischen Ligasystem, dass nach der regulären Saisonphase eine Meistergruppe die Spitzenplätze unter sich ausspielt. Ergebnisse aus der Grunddurchgangsphase, wie sie auch in diesem Nachtragsspiel erzielt wurden, beeinflussen dabei die Ausgangslage für die spätere Punkteteilung. Ein deutlicher Erfolg wie der 5:1-Sieg kann daher über die reine Tabellenplatzierung hinaus Bedeutung für die weitere Saison entwickeln.
Enges Programm mit Pokalpartien am Wochenende
Beide Vereine haben nur wenige Tage nach der Partie bereits die nächsten Pflichtspiele vor sich. Salzburg tritt am Sonntag um 17.00 Uhr in der zweiten Runde des ÖFB-Cups bei Zweitligist St. Pölten an, das Spiel wird live in ORF1 übertragen. Rapid Wien muss bereits am Samstag beim Zweitliga-Absteiger Austria Klagenfurt antreten. Für beide Mannschaften bedeutet das eine kurze Erholungszeit zwischen Liga- und Pokaleinsatz, wie es im dichten Spielplan zu Saisonbeginn häufig vorkommt.





