Scottie Scheffler hat das Saisonfinale der PGA Tour im East Lake Golf Club in Atlanta gewonnen und damit die historische Bestmarke von Tiger Woods bei den Karriere-Preisgeldern übertroffen. Der 30-jährige Weltranglistenerste erhielt für seinen Turniersieg einen Scheck über zehn Millionen Dollar, umgerechnet rund 8,63 Millionen Euro. Damit stehen für Scheffler nach Angaben der PGA Tour insgesamt 130.390.661 Dollar, etwa 112 Millionen Euro, an eingespieltem Preisgeld zu Buche.
Sieg in Atlanta bringt Scheffler an die Spitze der Preisgeldrangliste
Mit seinem 22. Karrieresieg löste Scheffler den 50-jährigen Tiger Woods von der Spitze der Preisgeldrangliste ab. Woods hatte diese Rangliste fast 26 Jahre lang angeführt. Der 15-malige Majorsieger hatte selbst in seinen besten Jahren zwischen 1997 und 2009 nie um ein Preisgeld von mehr als zehn Millionen Dollar gespielt, wie es aktuell im Rahmen des Saisonfinales ausgeschüttet wird.
Scheffler setzte sich im East Lake Golf Club mit einem Gesamtergebnis von 264 Schlägen durch. Auf dem geteilten zweiten Platz landeten der Norweger Viktor Hovland und der US-Amerikaner Ryan Gerard mit jeweils 268 Schlägen. Für Scheffler war es bereits der zweite Erfolg beim Saisonfinale in Folge, nachdem er das Turnier auch 2024 gewonnen hatte. Der österreichische Golfspieler Sepp Straka hatte sich für das diesjährige Saisonfinale nicht qualifiziert.
Tiger Woods gratulierte Scheffler im Anschluss auf der Plattform X. Er schrieb: „Drei Siege, fünf zweite Plätze und zum Saisonende auf Platz eins. Das sind Zahlen, auf die man stolz sein kann. Eine unglaubliche Beständigkeit über die gesamte Saison hinweg. Herzlichen Glückwunsch zu einer historischen Saison, Scottie.“ Scheffler selbst beschrieb die Stimmung nach seinem Sieg mit den Worten: „Drinnen gab es eine offene Bar und ich dachte mir: Na gut, ich hole mir ein Bier. Es war großartig.“
Preisgeldsummen im modernen Golfsport
Die Preisgelder im Profigolf haben sich über die vergangenen Jahrzehnte deutlich verändert. Turniere der PGA Tour schütten heute insgesamt weit höhere Summen aus als noch vor 15 oder 20 Jahren, was unter anderem mit gestiegenen Fernseh- und Sponsoreneinnahmen sowie einer wachsenden internationalen Aufmerksamkeit für die Tour zusammenhängt. Besonders bei Saisonfinali und sogenannten Events mit erhöhter Punkte- und Preisgeldwertung wurden die Ausschüttungen in den vergangenen Jahren spürbar angehoben.
Die Karriere-Preisgeldrangliste bildet dabei ausschließlich die über die gesamte Laufbahn eines Spielers bei offiziellen Turnieren gewonnenen Summen ab. Sie berücksichtigt keine Einnahmen aus Sponsoring, Werbeverträgen oder sonstigen Nebentätigkeiten, die bei vielen Spitzenspielern zusätzlich einen erheblichen Anteil am Gesamteinkommen ausmachen können. Ein Vergleich der reinen Preisgeldsummen über verschiedene Epochen hinweg ist deshalb nur bedingt aussagekräftig, da sich die Dotierungen der Turniere im Laufe der Zeit strukturell verändert haben.
Das Saisonfinale der PGA Tour bildet traditionell den Abschluss der sogenannten Play-offs, in denen sich die besten Spieler der laufenden Saison über mehrere Turniere für die abschließende Wertung qualifizieren müssen. Die Platzierung im Feld der Play-off-Teilnehmer richtet sich nach den während der Saison gesammelten Punkten, sodass das abschließende Turnier neben dem direkten Preisgeld auch über die Gesamtwertung der Saison entscheidet.







