Der SK Sturm Graz verliert Verteidiger Jeyland Mitchell. Der 21-jährige Costa-Ricaner wechselt zum französischen Erstligisten RC Strasbourg. Sturm hatte erst im Juni die Kaufoption für den Spieler gezogen und ihn damit fix von Feyenoord Rotterdam verpflichtet, nachdem Mitchell zuvor an die Grazer ausgeliehen war.
Mitchell wechselt in die Ligue 1
Jeyland Mitchell war zunächst leihweise von Feyenoord Rotterdam zu Sturm Graz gekommen. Im Juni entschied sich der steirische Meister dazu, die vereinbarte Option zu ziehen und den Verteidiger dauerhaft zu verpflichten. Nur wenige Wochen später steht nun der endgültige Abschied fest: Mitchell wechselt nach Frankreich zu RC Strasbourg.
Sport-Geschäftsführer Michael Parensen kommentierte den Transfer als ausgezeichnete Lösung für alle Beteiligten. Mitchell selbst blickte auf seine Zeit in Graz zurück und sprach von einem großartigen Jahr. Zugleich äußerte er sich zu seinem neuen Umfeld und betonte, sich auf die Herausforderung in der Ligue 1 zu freuen.
Mayer wechselt leihweise nach Linz
Neben dem Transfer bei Sturm Graz gibt es eine weitere Personalie im österreichischen Fußball: Der SV Ried verleiht Mittelfeldspieler Jonas Mayer an Blau-Weiß Linz, das in der zweiten Liga spielt. Der 22-Jährige gilt als Eigenbauspieler des SV Ried. Für den Leihtransfer wurden sowohl eine Kaufoption als auch eine Rückkaufoption vereinbart.
Leihgeschäfte mit Kauf- und Rückkaufoptionen im Profifußball
Konstruktionen aus Leihe, Kaufoption und Rückkaufoption sind im Profifußball ein gängiges Instrument, um jungen Spielern Einsatzzeit zu ermöglichen, ohne die langfristige Bindung an den abgebenden Verein vollständig aufzugeben. Der ausleihende Klub sichert sich dabei häufig die Möglichkeit, den Spieler bei entsprechender Entwicklung endgültig zu verpflichten. Umgekehrt kann eine Rückkaufoption dem ursprünglichen Verein erlauben, einen Spieler nach der Leihzeit wieder zurückzuholen, etwa wenn er sich sportlich weiterentwickelt hat.
Solche Modelle sind gerade bei Vereinen aus der zweiten Liga verbreitet, da sie personelle Verstärkung ermöglichen, ohne dass sofort hohe Ablösesummen fällig werden. Für den betroffenen Spieler bietet eine Leihe zudem die Chance auf regelmäßige Spielpraxis, die im Stammverein möglicherweise nicht in gleichem Umfang gegeben wäre.
Auch der Transfer eines zunächst ausgeliehenen Spielers, der später über eine Kaufoption fix verpflichtet wird, ist ein in Europa etabliertes Verfahren. Vereine nutzen diese Konstruktion, um Talente zunächst im eigenen Umfeld zu erproben, bevor eine endgültige, oft finanziell umfangreichere Verpflichtung erfolgt. Verändert sich die sportliche oder wirtschaftliche Ausgangslage nach einem Fixtransfer erneut, kann dies innerhalb kurzer Zeit zu einem weiteren Vereinswechsel führen, wie es bei Wechseln zwischen Ligen unterschiedlicher europäischer Länder regelmäßig vorkommt.








