Tuchel unter Druck: England tritt in Rijeka gegen Kroatien bei fast vollem Geisterspiel an

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel steht nach einem durchwachsenen Start in die WM-Qualifikation öffentlich in der Kritik. Der Deutsche, der mit England zuletzt ein WM-Halbfinale erreicht hatte, verlor zum Auftakt der laufenden Qualifikationsphase mit 2:3 gegen Spanien, ehe seine Mannschaft sich mit einem 2:0-Auswärtserfolg in Tschechien stabilisierte. Am Samstag um 18.00 Uhr tritt England nun in Rijeka gegen Kroatien an.

Geisterspiel in Rijeka mit Sonderregelung

Die Partie in Kroatien findet unter besonderen Vorzeichen statt. Das Stadion in Rijeka bietet Platz für rund 8.200 Zuschauerinnen und Zuschauer, das Spiel soll jedoch offiziell ohne Fans ausgetragen werden. Kroatien nutzt dabei eine Ausnahmeregelung der UEFA, die es erlaubt, Schulkinder sowie deren Begleitpersonen ins Stadion zu lassen. Dadurch könnte der Innenraum nach bisherigem Stand mehr als zur Hälfte gefüllt sein, obwohl regulärer Kartenverkauf an die allgemeine Öffentlichkeit nicht stattfindet.

Hintergrund des Zuschauerausschlusses ist ein Vorfall aus dem März 2025. Damals waren kroatische Fans bei einem Nations-League-Spiel gegen Frankreich durch Nazi-Gesten aufgefallen, woraufhin die UEFA die Sanktion verhängte, die nun auch für das Qualifikationsspiel gegen England gilt.

Harsche Kritik nach Niederlage gegen Spanien

Nach der Heimniederlage gegen Spanien geriet Tuchels Mannschaft ins Visier britischer Medien. Die Yellow Press übte deutliche Kritik an Team und Trainer. Auch seriösere Stimmen schlugen in eine ähnliche Kerbe: Der Telegraph kommentierte pointiert, England finde „seine DNA: defensiv unfähig“.

Die Formulierung nimmt Bezug auf eine Aussage Tuchels nach dem Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft gegen Argentinien. Der Trainer hatte damals erklärt, dass ein auf Ballbesitz ausgerichtetes Spiel nicht wirklich in der englischen DNA liege. Diese Einschätzung wird nun in der öffentlichen Debatte wieder aufgegriffen und im Kontext der jüngsten Defensivschwäche zitiert.

Auswärtssieg in Prag als Gegenpol

Dem Rückschlag gegen Spanien stellte England kurz darauf eine deutlich stabilere Leistung entgegen. Beim 2:0-Erfolg in Tschechien leitete Trent Alexander-Arnold den Führungstreffer ein. Der Rechtsverteidiger war von Tuchel lange nicht berücksichtigt worden und kam zuletzt überwiegend als Einwechselspieler zum Einsatz. Sein Beitrag zum Führungstreffer in Prag gilt als einer der positiven Aspekte der englischen Leistung in dieser Länderspielphase.

Spanien als Maßstab in der Gruppe

Parallel zum Spiel in Rijeka bestreitet Weltmeister Spanien eine Partie gegen Tschechien in Oviedo. Die punktlose tschechische Mannschaft trifft damit innerhalb weniger Tage sowohl auf England als auch auf Spanien und steht unter Druck, in der Qualifikationsgruppe Anschluss zu finden. Für England bedeutet die Konstellation, dass auch die Ergebnisse der Konkurrenz die Ausgangslage vor dem Spiel in Kroatien mitbestimmen.

UEFA-Sanktionen und ihre praktische Umsetzung

Zuschauerausschlüsse gehören zu den schärferen Sanktionsmitteln, die die UEFA bei schwerwiegenden Vorfällen im Umfeld von Länderspielen verhängen kann. Grundsätzlich sollen solche Maßnahmen Verbände dazu anhalten, diskriminierendes oder extremistisches Verhalten ihrer Anhängerschaft zu unterbinden. In der praktischen Umsetzung sehen die Regularien jedoch häufig Ausnahmen vor, etwa für Kinder- und Jugendgruppen, die in Begleitung Erwachsener ins Stadion kommen dürfen. Dadurch kann ein offiziell als Geisterspiel deklariertes Match dennoch mit einer spürbaren Zahl an Zuschauerinnen und Zuschauern stattfinden, ohne dass die Sanktion formal aufgehoben wird.

Für die beteiligten Nationalmannschaften verändert ein solches Format die gewohnte Atmosphäre im Stadion erheblich. Lautstärke, Unterstützung von den Rängen und die übliche Heimspielkulisse fallen weitgehend weg, was insbesondere für das Heimteam eine ungewöhnliche Ausgangslage schafft. Für Gastmannschaften wie England bedeutet dies zugleich, dass klassische Auswärtsnachteile durch fehlende gegnerische Fanunterstützung teilweise abgemild