UEFA lockert Umgang mit Hand-vor-Mund-Geste – keine automatische Rote Karte mehr
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UEFA: Keine automatische Rote Karte für Hand-vor-Mund-Geste

Bei UEFA-Wettbewerben wird die Hand-vor-Mund-Geste im Streit zwischen Spielern nicht automatisch mit einer Roten Karte bestraft. Die UEFA hat festgelegt, dass Schiedsrichter solche Situationen individuell bewerten sollen.

Eine Gelbe Karte kann demnach ausgesprochen werden, wenn der Eindruck besteht, dass ein Spieler seine Kommunikation als Akt unsportlichen Verhaltens verbergen will. Zusätzlich können im Nachhinein Disziplinarverfahren eingeleitet werden. Die Regelung soll diskriminierendes Verhalten verhindern.

Rote Karten bei der WM

Bei der Weltmeisterschaft war die Geste bereits mit direkten Konsequenzen verbunden. Paraguays Miguel Almiron sah als erster Profi in einem solchen Fall die Rote Karte – im Gruppenspiel gegen die Türkei. Ecuadors Piero Hincapie erhielt ebenfalls eine Rote Karte, im Sechzehntelfinale gegen Mexiko.

Aufmerksamkeit hatte zuvor auch ein Vorfall in der Champions League erregt: Benficas Gianluca Prestianni zog sich im Disput mit Real Madrids Vinicius Junior das Trikot vor den Mund. Für UEFA-Wettbewerbe gilt nun die differenziertere Regelung, die eine automatische Rote Karte in solchen Situationen ausschließt.