Drei österreichische Golfer starten ab Donnerstag beim PGA Championship der DP World Tour im Wentworth Club in Surrey, England. Bernd Wiesberger, Sepp Straka und Maximilian Steinlechner nehmen an dem mit neun Millionen Dollar dotierten Turnier teil, das zu den prestigereichsten Events der europäischen Tour zählt. Der Siegerscheck beträgt 1,5 Millionen Dollar.
Drei Österreicher am Start in Virginia Waters
Für den 40-jährigen Wiesberger aus dem Burgenland ist es bereits die 14. Teilnahme an dem Rolex-Series-Turnier. Seine beste Platzierung erreichte er 2013 mit Rang zwölf. In dieser Saison verlief das Jahr für Wiesberger durchwachsen: Bei der PGA Championship im Mai verpasste er den Cut ebenso wie im Juli bei den Scottish Open und bei The Open Championship. Zuletzt zeigte er beim European Masters in Crans-Montana mit Platz vier eine deutliche Verbesserung, bei den Irish Open kam er zuletzt auf Rang 22. Im Race to Dubai liegt er derzeit auf dem zehnten Platz.
Sepp Straka geht zum dritten Mal beim PGA Championship an den Start. Bei seiner Premiere 2023 erreichte der 33-Jährige Platz zehn. Die laufende Saison verlief für den zweifachen Ryder-Cup-Sieger phasenweise stark: Anfang Mai wurde er beim Cadillac Championship in Doral nahe Miami Vierter, Mitte Februar bei der Pebble Beach Pro-Am Zweiter. Ende Mai kam er in Kitzbühel auf World-Tour-Ebene auf Position zwölf. Bei den Irish Open in der vergangenen Woche belegte Straka Rang 63. In der Weltrangliste ist er inzwischen auf Platz 35 zurückgefallen.
Maximilian Steinlechner aus Tirol gibt in Virginia Waters sein Debüt beim PGA Championship. Bei den Irish Open erreichte er zuletzt Rang 14.
Starkes Feld mit Weltranglistenspitze
Titelverteidiger ist der Schwede Alex Noren. Als Topfavorit gilt der nordirische Weltranglistenzweite Rory McIlroy. Insgesamt sind elf Spieler aus den Top 20 der Weltrangliste am Start, ebenso elf Mitglieder des im vergangenen Jahr siegreichen europäischen Ryder-Cup-Teams. Neben Straka zählen Matt Fitzpatrick, Jon Rahm und Tyrrell Hatton zum Teilnehmerfeld. Rahm und Hatton gehören zu insgesamt acht Top-20-Golfern im Feld, die auf der von Saudi-Arabien finanzierten LIV-Tour spielen.
Bedeutung des Race to Dubai
Grundsätzlich bildet das Race to Dubai die Jahreswertung der DP World Tour, in der Spieler über die gesamte Saison Punkte für ihre Platzierungen in den einzelnen Turnieren sammeln. Die Reihenfolge am Ende der Saison entscheidet nicht nur über Preisgelder und Ranglistenpositionen, sondern hat auch unmittelbare sportliche Konsequenzen für die folgende Spielzeit. Die zehn bestplatzierten Spieler des Race to Dubai erhalten eine Tourkarte für die PGA-Saison 2027 und sichern sich damit die Startberechtigung für die Turnierserie der kommenden Saison.
Turniere mit hoher Dotierung und großem Teilnehmerfeld wie das PGA Championship in Wentworth zählen dabei zu den Events, bei denen besonders viele Punkte vergeben werden. Für Spieler, die sich im Kampf um die Top Ten befinden, gewinnen solche Wochen entsprechend an Gewicht. Der Wentworth Club selbst gilt als einer der traditionsreichsten Austragungsorte des europäischen Golfsports und beherbergt das Turnier seit vielen Jahren als festen Bestandteil des Kalenders der DP World Tour.
Der als Burma Road bekannte Platz in Virginia Waters stellt mit seinen engen, von Bäumen gesäumten Fairways traditionell hohe Anforderungen an die Präzision der Spieler. Die Kombination aus anspruchsvollem Layout und einem international besetzten Feld macht das PGA Championship regelmäßig zu einem der Höhepunkte der zweiten Saisonhälfte auf der europäischen Tour.







